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4 Spiele, 12 Punkte: Frankfurt siegt auch beim «Club»

Nürnberg (dpa) - Vier Spiele, vier Siege: Rekord-Aufsteiger Eintracht Frankfurt hat mit dem 2:1 (1:0) beim ebenfalls stark gestarteten FC Nürnberg Rekordmeister FC Bayern München zumindest bis Samstag an der Bundesliga-Tabellenspitze abgelöst.

1. FC Nürnberg - Eintracht Frankfurt
Frankfurts Torschütze Takashi Inui (l) jubelt mit Sebastian Rode über seinen Treffer zum 2:0. Foto: Daniel Karmann Foto: dpa

Mit einem 2:1-Sieg im Freitagsspiel beim «Club» übernahmen die Hessen bereits zum zweiten Mal in dieser Saison die Tabellenführung. «Wir sind unserem Ziel näher gekommen», sagte Frankfurts Trainer Armin Veh und stellte fest: «Wir dürfen uns freuen.»

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Auf dem Weg zum Klassenerhalt traf der Österreicher Erwin Hoffer (25.) vier Minuten nach seiner Einwechslung für die Veh-Elf. Den Sack zu machte dann der Japaner Takashi Inui mit seinem zweiten Saisontor nach genau einer Stunde. Stark trumpfte auch Keeper Kevin Trapp auf. Damit feierte die Eintracht den besten Start in der Vereinsgeschichte. Für die Nürnberger kam der Treffer von Sebastian Polter (76.), der kurz vor Schluss noch eine hundertprozentige Chance vergab, zu spät. Der Club wartet nunmehr seit fünf Monaten auf einen Heimsieg. «Frankfurt hat das sehr gut gemacht», sagte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking.

Unmittelbar nach dem Abpfiff gerieten Hecking und Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner aneinander. «Das ist halt ein Männersport. Wir spielen nicht Basketball», sagte Hecking und tauchte später in der Eintracht-Kabine auf, um sich zu entschuldigen. Schubs-Kontrahent Hübner über den Streitgrund: «Das bleibt unter uns.»

Einen Tag vor dem Schlagerspiel am Samstag zwischen dem FC Schalke 04 und dem ebenfalls noch verlustpunktfreien FC Bayern zeigten die Frankfurter vor 45 033 Zuschauern im Nürnberger Stadion eine bärenstarke Leistung. Meister Borussia Dortmund kommt da zum Heimspiel am Dienstag gerade recht und muss vielleicht zum Tabellenführer. Denn momentan hat die Eintracht drei Punkte Vorsprung vor den Bayern. Letztmals nach einem Erstliga-Spieltag standen die Frankfurter übrigens vor 13 Jahren an der Tabellenspitze. Erstmals in der 50-jährigen Bundesliga-Geschichte holte ein Aufsteiger vier Auftaktsiege.

Beide Trainer hatten ihre Anfangsformation nicht verändert. Hecking, seit 1004 Tagen im Amt, vertraute jener Elf, die in Gladbach 3:2 gewonnen hatte. Veh setzte auf das Team, welches sich zu Hause mit 3:2 gegen den Hamburger SV durchgesetzt hatte. Nach 13 Minuten gab es in der tollen Begegnung den ersten richtigen Aufreger. Hanno Balitsch krachte in seinem 300. Bundesliga-Spiel mit Frankfurts Kapitän Pirmin Schwegler zusammen. Während Balitsch weitermachen konnte, wurde Schwegler mit einer Platzwunde am Kopf für Martin Lanig ausgewechselt. Nur wenig später musste Veh erneut wechseln. Für Olivier Occean, der mit einer Zerrung vom Platz humpelte, kam Hoffer. «Wir haben zwei Nackenschläge hinnehmen müssen, und trotzdem richtig gut gespielt», sagte der Coach.

Beide Teams spielten nach dem überzeugenden Bundesliga-Start mit breiter Brust - die Nürnberger hätten mit einem Sieg ebenfalls die Spitze stürmen können. Glück hatte Carlos Zambrao, dass er nach 18 Minuten nicht mit Gelb-Rot vom Feld musste. Der Peruaner, der für ein Foul an Pinola schon früh die Gelbe Karte sah, stoppte Tomas Pekhart kurz vor der Strafraumgrenze. «Das war für mich die Gelbe Karte und damit Gelb-Rot», schimpfte Hecking.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 55,2 - 44,8

Torschüsse: 14 - 12

gew. Zweikämpfe in %: 54,5 - 45,5

Fouls: 9 - 17

Ecken: 8 - 5

Quelle: optasports.com