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22-Jährigen krankenhausreif geprügelt – Vier Verdächtige festgenommen

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Foto: dpa/Symbolbild

Flintsbach – Auf offener Straße krankenhausreif geprügelt wurde ein 22-Jähriger von vier jungen Männern am Abend des 9. Februar 2018 in Flintsbach. Nach intensiven Ermittlungen gelang es der Kripo Rosenheim jetzt, die vier Tatverdächtigen zu ermitteln.


Am Abend des 9. Februar war der Geschädigte (22) in Flintsbach unterwegs, als aus einem Pkw vier junge Männer ausstiegen, ihn zuerst ansprachen und dann gemeinschaftlich niederprügelten. Dabei kam sogar ein Baseballschläger zum Einsatz. Gleichzeitig stellten die Männer erhebliche Geldforderungen. Der 22-Jährige kam zur Behandlung in ein Krankenhaus, von den Tätern fehlte zunächst jede Spur.

Ermittler der zuständigen Kommissariate K2 und K4 der Kripo Rosenheim übernahmen gemeinsam unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft den Fall. Das Opfer gab damals, aus Angst vor weiteren Repressionen, an, die Täter nicht zu kennen. Für die Ermittler der Kripo Rosenheim war das aber wenig glaubhaft und die Vermutungen bestätigten sich im Fortgang der Untersuchungen.

Auch durch kriminaltechnische Auswertungen gelang es der Kripo, auf die Spur der Männer zu kommen und die Identitäten der Verdächtigen zu ermitteln. Der Geschädigte räumte dies schließlich auch ein. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um (zur Tatzeit) einen 19-Jährigen, zwei 20-Jährige und einen 21-Jährigen aus dem Landkreis. Hintergrund des Überfalls und der Geldforderungen dürften Drogengeschäfte gewesen sein.

Am 16. und am 18. April konnten die Tatverdächtigen von den Ermittlern der Kripo Rosenheim festgenommen werden. Bei Wohnungsdurchsuchungen der Verdächtigen konnten illegale Betäubungsmittel in nicht geringer Menge gefunden und sichergestellt werden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein – Zweigstelle Rosenheim – wurden die vier unter dem Tatvorwurf der räuberischen Erpressung und der gefährlichen Körperverletzung dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Zwei der Männer wird darüber hinaus der Handel mit illegalen Betäubungsmitteln zur Last gelegt. Gegen alle wurden Haftbefehle erlassen, sie kamen im Anschluss in verschiedene Justizvollzugsanstalten in Untersuchungshaft.

Pressemitteilung Polizeipräsidium OB Süd