weather-image
21°

21-Jähriger prallt am Melleck-Steinpass frontal in Sattelzug und stirbt

1.0
1.0
Tödlicher Unfall: VW kracht am Melleck-Steinpass auf B21 in Lkw – 21-jähriger Fahrer stirbt
Bildtext einblenden
Bei einem tragischen Zusammenstoß mit einem Lkw im Gegenverkehr musste am Mittwochabend am Melleck-Steinpass (Bundesstraße 21) ein 21-jähriger Transporter-Fahrer sein Leben lassen. (Foto: BRK BGL)

Schneizlreuth – Nach einem schweren Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Sattelzug am Mittwochabend auf der B21 zwischen Schneizlreuth und Melleck im Kleinen Deutschen Eck erlag ein 21-jähriger VW-Transporterfahrer noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Sieben Feuerwehren waren mit rund 100 Einsatzkräften im Einsatz.

Der junge Österreicher war gegen 16.40 Uhr mit seinem VW-Transporter auf dem Melleck-Steinpass von Unken kommend in Richtung Bad Reichenhall unterwegs. In der leichten Rechtskurve kurz nach der Forellenräucherei kam der junge Fahrer dann aus bislang unbekannter Ursache nach links auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort frontal mit dem entgegenkommenden Volvo-Lastzug mit Sattelauflieger eines 53-jährigen Kroaten. Der VW-Bus wurde beim Zusammenstoß völlig zerstört.

Sieben Feuerwehren und Helikopter im Einsatz

Sehr bemühte Ersthelfer, darunter auch eine Krankenschwester, versuchten den eingeklemmten jungen Mann zu retten und forderten über Notruf Feuerwehr und Rotes Kreuz an. Die Leitstellen in Traunstein und im Pinzgau schickten sofort rund 100 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Schneizlreuth, Weißbach an der Alpenstraße, Bad Reichenhall samt Löschzug Karlstein, Inzell, Unken und Lofer sowie das Rote Kreuz mit dem Reichenhaller Notarzt, zwei Rettungswagen, dem Einsatzleiter und dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ los.

Aufgrund der nur einspurig befahrbaren und durch die rückgestauten Lastwagen blockierte Baustelle am Bodenberg konnten die Einsatzkräfte aus Bayern die Unfallstelle nur sehr verzögert erreichen, wobei sie teilweise zu Fuß weitergehen mussten. Die über Unken anfahrenden österreichischen Retter kamen ohne größere Verzögerungen durch; auch die Besatzung von „Christoph 14“ konnte trotz schwieriger Sichtflugbedingungen mit Nebel anfliegen und in der Nähe der Unfallstelle landen.

Junger Fahrer starb noch an der Unfallstelle

Die Einsatzkräfte befreiten den eingeklemmten 21-Jährigen aus dem Wrack, konnten ihn aber nicht mehr retten. Der 53-jährige Lkw-Fahrer erlitt leichte Verletzungen und einen Schock, wurde notärztlich untersucht, fuhr aber nicht mit ins Krankenhaus.

Der VW-Bus wurde komplett zerstört; an der Zugmaschine des Sattelzugs entstand erheblicher Sachschaden. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf rund 30.000 Euro. Zur Klärung der Ursache ordnete die Staatsanwaltschaft Traunstein die Sicherstellung der Fahrzeuge und ein Gutachten durch einen Sachverständigen an.

Die B21 war während der Rettungsarbeiten und danach für das Gutachten und die Bergung bis zur Freigabe durch die Straßenmeisterei Bischofswiesen um 22.15 Uhr gesperrt, wobei der restliche Verkehr durch das Kleine Deutsche Eck größräumig über Sankt Johann im Pongau und Sankt Johann in Tirol ausweichen musste. red/BRK BGL