weather-image
12°

1860 stoppt Abwärtstrend - Union verpasst Platz zwei

Bielefeld (dpa) - 1860 München hat mit einem Auswärtssieg den Abwärtstrend in der 2. Fußball-Bundesliga gestoppt. Dagegen verpasste der 1. FC Union Berlin den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz.

Matchwinner
Dominik Stahl (r) sorgt für Münchens Drei-Punkte-Tor. Foto: Oliver Krato Foto: dpa

Nach dem 0:4-Debakel beim 1. FC Köln kam der Hauptstadtclub zu Hause nicht über ein 0:0 gegen Aufsteiger Karlsruher SC hinaus. In der niveauarmen Partie überzeugten die Gäste mit einer klugen Defensiv-Taktik, gegen die Union keine Mittel fand. Berlin steht nun auf Rang vier, der KSC ist Tabellenfünfter.

Anzeige

Die «Löwen» gewannen bei Arminia Bielefeld mit 1:0 (0:0) und verließen dank des Treffers von Dominik Stahl (57. Minute) erstmals nach zuletzt fünf sieglosen Partien wieder als Gewinner den Platz. Aufsteiger Bielefeld, vor einigen Wochen noch auf den dritten Tabellenplatz vorgerückt, droht am Wochenende nach der bereits sechsten Pleite in Serie der Absturz auf die Abstiegsränge.

Die SpVgg Greuther Fürth und der 1. FC Kaiserslautern sind derweil endgültig zurück im Aufstiegsrennen. Zum Auftakt des 14. Spieltages bezwang der Bundesliga-Absteiger aus Franken daheim den SC Paderborn mit 3:0 (2:0) und eroberte den zweiten Platz. Den Fürthern dicht auf den Fersen ist Lautern, das seinen Vormarsch mit dem 4:0 (3:0) beim FSV Frankfurt fortsetzte und nun Dritter ist. Der FC Ingolstadt verabschiedete sich mit dem 2:0 (1:0) gegen den VfR Aalen vom letzten Tabellenplatz.

Zwei Heimpartien hatte Fürth zuletzt verloren, sechs Tage nach der 6:2-Gala der Franken in Aue lief es aber auch wieder vor eigenem Publikum. Zoltan Stieber brachte die Hausherren per Nachschuss in Front (30. Minute), nur wenig später erhöhte Ognjen Mudrinski (34.).

Nach dem Wechsel drängte Fürth auf die Entscheidung, und mit den Roten Karten für Mario Vrancic (grobes Foulspiel/74.) und Thomas Bertels (Schiedsrichter-Beleidigung/74.) war die Partie entschieden. Stieber machte alles klar (83.) und freute sich: «Heute haben wir wieder gezeigt, dass wir guten Fußball spielen können», sagte er im TV-Sender Sky.

Wie Fürth konnte auch Lautern mit dem zweiten Sieg binnen weniger Tage seine Auszeit beenden. Schon früh stellte das Team in Frankfurt die Weichen auf Sieg. Mohamadou Idrissou traf per Foulelfmeter (4.). Wenig später hofften die Hessen auf den Ausgleich, doch Björn Schlicke scheiterte per Foulelfmeter an Tobias Sippel (18.).

Danach nahm das Unheil für die Hausherren seinen Lauf. Chris Löwe traf für die Gäste per Freistoß (40.), Karim Matmour schaffte direkt vor dem Pausenpfiff (45.+2/Handelfmeter) die Vorentscheidung. Nach dem Wechsel sorgte Simon Zoller für den Endstand (60.). «Der frühe Elfmeter hat uns ein bisschen in die Karten gespielt», erklärte Gäste-Coach Kosta Runjaic.

Gegen seinen früheren Club durfte Ingolstadts neuer Coach Ralph Hasenhüttl endlich auch daheim jubeln. Caiuby brachte die Oberbayern (20.) in Front. Christian Eigler (51.) besiegelte die Niederlage für die Gäste, bei denen Cheftrainer Stefan Ruthenbeck wegen eines Trauerfalls in seiner Familie fehlte.