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100 Christbäume mehr als im vergangenen Jahr gesammelt

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Die bei der »Aktion Christbaum« eingesammelten Christbäume wurden zum Traunsteiner Feuerwehrhaus gebracht, dort gehäckselt und in Container verladen. (Foto: Buthke)
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Warten auf den Abtransport: am Samstag um acht Uhr morgens mussten die Christbäume am Straßenrand stehen – versehen mit einem Abholzettel. (Foto: Reiter)

Traunstein/Surberg – Rund 1750 ausgediente Christbäume sammelten die Freiwilligen Feuerwehren aus Traunstein und Surberg bei ihrer »Aktion Christbaum« im Traunsteiner Stadtgebiet und im Gemeindegebiet von Surberg ein. Das waren an die 100 Christbäume mehr als im vergangenen Jahr.


Herbert Enthofer, von Beginn an Organisator der »Aktion Christbaum«, führte dies darauf zurück, dass mehr Leute wegen der Corona-Pandemie über Weihnachten nicht verreist waren und deshalb einen Christbaum aufgestellt hatten. Unter dem Strich kamen etwa 5500 Euro zusammen, die die Feuerwehr wieder für wohltätige Zwecke und ihre Jugendarbeit verwenden wird.

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Für die beteiligten Feuerwehren brachte die Corona-Pandemie jedoch zusätzliche Arbeit, denn die »Aktion Christbaum« verlangte umfangreiche Hygienekonzepte, um die Freigabe durch das Traunsteiner Landratsmat und das Gesundheitsamt zu bekommen. So durften zum Beispiel nur Personen teilnehmen, die nicht krank waren, nicht unter Quarantäne standen und kein Fieber hatten. Selbstverständlich bestand Maskenpflicht und das Betreten von Gebäuden zum Einsammeln von Bäumen war nicht zulässig. In den Sammelfahrzeugen musste eine Händedesinfektion mitgeführt und regelmäßig gebraucht werden. Auf den Sammelfahrzeugen war der Personalstand auf maximal vier Personen begrenzt. Für die Nachverfolgung musste jede Mannschaft eine Teilnehmerliste führen. Bei den Abladevorgängen musste auf den Mindestabstand von eineinhalb Metern geachtet werden. Für jede der 13 Sammeltouren musste auf dieser Grundlage ein eigenes Hygienekonzept erstellt werden. Das in den vergangenen Jahren übliche gemeinsame Essen im Feuerwehrhaus war gestrichen. Dafür wurde den Helfern Essen und Trinken zum Mitnehmen angeboten.

Wie immer unterstützten die Stadt Traunstein und die heimische Wirtschaft die wohltätige Aktion, indem sie Sammelfahrzeuge zur Verfügung stellten. Heuer waren dies die Stadt und die Stadtwerke Traunstein, die Firma Kreiller, die Zimmerei Wernberger, die Dachdeckerei Kraft, das Baugeschäft Schuhböck, die Firma Lampersberger, Maschinenputz Pichler, die Zimmerei Eckard sowie die Landwirte Heilig und Schwarzenböck.

Die Christbäume wurden am Traunsteiner Feuerwehrhaus angeliefert, dort gehäckselt und sogleich in Container verladen. Den Häcksler stellte Landwirt Ernst Harrecker zur Verfügung. Für die Bereitstellung der Container sorgte die Entsorgungsfirma Schaumaier, die das Häckselgut einer thermischen Entsorgung zuführen wird.

Enthofer freute sich, dass sich wieder einige Firmen als Annahmestellen zur Verfügung gestellt hatten. Dies waren die Druckerei Miller, einige Filialen der Bäckerei Kotter sowie das Edeka-Geschäft in Lauter. Erstmals war für die Bürger in Traunstein und Surberg wegen der Corona-Pandemie neben der üblichen telefonischen Anmeldung bei der Traunsteiner Feuerwehr auch eine Online-Anmeldung über die Internetseiten der Freiwilligen Feuerwehren Traunstein und Surberg möglich. Etwa die Hälfte der Bürger machte von diesem Angebot Gebrauch, sodass laut Enthofer diese Möglichkeit in einer überarbeiteten Form auch in Zukunft beibehalten werden soll.

Bjr