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1 000 begeisterte Zuschauer beim letzten Heimkampf

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TSV-Ringer Andreas Andris Rühle (l.) entwickelte sich zum Punktegaranten. (Foto: Wechslinger)

Nichts anbrennen ließen die Ringer des TSV Berchtesgaden im letzten Heimkampf gegen den Tabellensechsten AC Penzberg. Neuerlich war der Saal des Kongresshauses mit knapp 1 000 Zuschauern sehr gut besucht und es herrschte eine Topstimmung. Nach dem souverän hohen 23:10-Erfolg feierten viele Besucher mit ihren Ringern eine glänzend verlaufene Saison. Viele Zuschauer trugen sich auch bereits in die Dauerkartenliste für die nächste Saison ein. Abteilungsleiter Hans Labacher drückte seine Hoffnung aus, dass die Ringer des TSV Berchtesgaden ihre Kämpfe auch in der nächsten Saison wieder im Kongresshaus ausrichten dürfen.


Die Auswärtsbegegnung Mitte Oktober in Penzberg war nicht leicht gewesen. Deshalb begegnete man dem Gegner mit Vorsicht. Dies drückte sich schon dadurch aus, dass Sebastian Hillebrand (G 57) neuerlich abgekocht hatte. Sein flinker und technisch versierter Gegner Abdullah Hasani mühte sich redlich, dennoch war der Penzberger gegen den beherzt kämpfenden Berchtesgadener ohne Chance. Nach einer 8:2-Punkteführung beförderte Hillebrand seinen Gegner mit einem klassischen Kopfzug nach 2:43 Minuten auf die Schultern.

Chancenlos im folgenden Schwergewichtskampf war auch Peter Vierke gegen Peter Fodor (F 130). Der Ungar machte mit dem hoffnungslos unterlegenen Penzberger, was er wollte. Und so stand bald der überlegene Punktsieg fest. Vierke hatte den pausenlosen Durchdrehern von Fodor nur Mattenflucht entgegenzusetzen. Warum der Penzberger nach der klaren Niederlage immer wieder den Kopf schüttelte, dürfte darauf zurückzuführen sein, dass er sich den Kampf ganz anders vorgestellt hatte.

Wolfgang Heil (F 61) kam kampflos zum Sieg, weil Penzberg die Klasse nicht besetzen konnte.

Erst im vierten Kampf kamen die Gäste zu den ersten Punkten. Der um acht Kilogramm leichtere Andreas Pfnür (G 98) schrieb zwar die ersten Punkte, war dann aber gegen die gute Technik des Penzbergers Thomas Kamer chancenlos, der den Ramsauer nach einer 12:2-Führung in der vierten Kampfminute entscheidend besiegt hat.

Eine Kostprobe von taktisch geschicktem Ringen gab im letzten Kampf vor der Pause Korbinian Hillebrand (G 66 A) gegen Philipp Wrba ab. Hillebrand riskierte angesichts seiner technischen Vorteile nicht alles, punktete aber sicher und gewann den Kampf verdient mit 6:2. So führte der TSV Berchtesgaden nach der Hälfte der zehn Kämpfe schon mit 14:4.

Rühle neuerlich souverän

Im ersten Kampf nach der Pause lieferte Andreas Andris Rühle (F 86 B) wiederum ein Ringsportspektakel ab. Sein gewiss nicht schlechter Gegner Alireza Salimiasl fand gegen die lettische Kampfmaschine kein Mittel und musste neidlos die klare 1:12-Niederlage anerkennen. Rühle hat sich in dieser Saison zu einem ganz wichtigen Mannschaftselement entwickelt.

Rechnerisch hätte der Gast zu diesem Zeitpunkt immer noch gewinnen können. Doch der Seriensieger dieser Saison, Lukas Laue (F 66 B), machte in einem begeisternden Kampf auch letzte rechnerische Eventualitäten zunichte. Christian Welk versuchte alles, war jedoch gegen den auf jede Aktion bereiten Berchtesgadener chancenlos. Der Penzberger geriet mit 0:8 in Rückstand und musste sich nach 4:43 Minuten Laues Grifftechnik geschlagen geben.

Einen guten Kampf zeigte auch wieder Marius Mackamul (G 86 A), der Alexander Dürr sicher mit 6:0 besiegt hat. Der Nachwuchsringer im TSV-Dress wurde im Verlauf der Saison immer sicherer und selbstbewusster und reift immer mehr zu einem Punktegaranten der Berchtesgadener Ringerstaffel heran.

In den letzten beiden Kämpfen verbesserte der Gast sein bis dahin sehr mageres Punktekonto. Zunächst ließ Martin Welk dem TSV-Ringer Florian Rehlegger (G 75 A) nicht den Hauch einer Chance. Nach mehreren Durchdrehern besiegte der Penzberger den Ramsauer bereits nach gut einer Minute entscheidend.

Im letzten Heimkampf dieser Saison unterlag Andreas Hillebrand (F 75 B) dem erfahrenen Daniel Horst 0:5 nach Punkten. So sehr sich Hillebrand auch abmühte, er fand gegen den technisch versierten Daniel Horst wie schon bei der 0:2-Punktniederlage in Penzberg kein Mittel. Nachdem Hillebrand in eine mit vier Punkten belohnte Beinschleuder des Penzbergers geriet, wehrte dieser alle Versuche Hillebrands erfolgreich ab. Mattenleiter Mustafa Durak aus Freising leitete die fairen Kämpfe ohne Fehl und Tadel.

Durch den Sieg und die gleichzeitige Niederlage des TV Traunstein könnte sich Berchtesgaden im letzten Kampf sogar eine Niederlage leisten. Und wäre dann immer noch Dritter. Aber natürlich möchten die Berchtesgadener die Saison mit einem Sieg beim Tabellenvorletzten TSC Mering beenden.

Auch die Schüler gewinnen

Im ersten Vorkampf des langen Ringsportabends feierte die Schülermannschaft, die immer besser wird, einen klaren 22:13-Erfolg über den SV Wacker Burghausen.

Für die Berchtesgadener Siegpunkte sorgten Korbinian Hochreiter (SS), Zelimkhan Pitsoev (unbesetzt), Danny Quarg (SS), Daniel Petersen (SS), Roman Niazi (PS) und Thomas Brandner (SS). Durch den Erfolg überholte der TSV den Tabellennachbarn Burghausen und rückte an die fünfte Tabellenstelle vor.

Ein Bericht über den 40:16-Erfolg des TSV Berchtesgaden II über den AC Penzberg II im zweiten Vorkampf folgt in einer unserer nächsten Ausgaben. Christian Wechslinger