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Erster Wettkampf als echte Eröffnung

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Der Kampf gegen den Schnee geht weiter – aber leider ohne Erfolg: In der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena werden zumindest am morgigen Mittwoch keine Wettkämpfe stattfinden. Alle zuständigen Behörden haben sich gegen die Ausrichtung entschieden; die Sicherheit steht an oberster Stelle.

Die Wettkämpfe des Biathlon-Weltcups in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena sollen ab dem morgigen Mittwoch wie geplant stattfinden – aber die für den heutigen Dienstag geplante Eröffnungsfeier im Champions-Park in Ruhpolding wurde abgesagt. Dies bestätigte Engelbert Schweiger, Leiter der Chiemgau-Arena und Generalsekretär des OK. Er betont aber zugleich: »Der Champions-Park ist bereits am Dienstag geöffnet.«


Somit wird der Sprint-Wettkampf der Männer am morgigen Mittwoch ab 14.30 Uhr die wahre »Eröffnung« des Weltcups. Die große Vorfreude auf die erhofften »Biathlon-Festtage« wurde durch die schwierigen Witterungsbedingungen der vergangene Tage allerdings erheblich getrübt. Aus der Bevölkerung gab es zum Teil deutliche Kritik daran, dass so viel Energie in die Vorbereitung des Weltcups gesteckt werde.

»Schutz der Bevölkerung hat Vorrang«

Das Weltcup-Organisationskomitee stellte dazu einige Dinge klar. In einer von Bürgermeister Claus Pichler – Vorsitzender des OK – unterzeichneten Pressemitteilung des OK wird betont, dass es sich »von selbst verstehe«, dass in der derzeitigen Lage die Sicherheit der Bevölkerung Vorrang vor der Durchführung einer Sportveranstaltung hat.« So sei bereits am Sonntag »schweres Gerät, wie Radlader und Fräsen aus der Chiemgau-Arena für den K-Fall (Katastrophenfall, d. Red.) in anderen Gemeinden abgegeben und eingesetzt« worden. Pichler weiter: »Ich bin sehr dankbar, dass durch den Einsatz vieler Helfer alle gefährdeten Dächer in Ruhpolding abgeräumt werden konnten.« Er und Schweiger betonen unisono: »Im Bereich der Chiemgau-Arena wurden für die Weltcupvorbereitung keine Helfer aus den Reihen der Bundeswehr oder der Rettungsorganisationen eingesetzt.«

Die Wetterprognosen stimmen die Verantwortlichen zuversichtlich, dass der Biathlon-Weltcup wie geplant durchgeführt werden kann. Allerdings: »Dies setzt voraus, dass wir die restlichen Vorbereitungsarbeiten am Dienstag erledigen können. Außerdem sind noch viele Abstimmungen mit dem Landratsamt und den Verantwortlichen der IBU notwendig« betont Pichler in der Mitteilung. »Wir hoffen alle, dass sich die Gefahrensituationen in unserer Region möglichst schnell bereinigen lassen.«

Die Sportler und Teams werden zum Großteil erst am heutigen Dienstag anreisen, das Montags-Training war bereits abgesagt worden. Heute findet zwar ein Training in der Chiemgau-Arena statt – allerdings ohne Zuschauer. Denn aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen »ist am Dienstag noch kein Shuttle-Verkehr ins Stadion möglich. Es gibt auch keinerlei Parkflächen, wir brauchen einfach die Zeit, um hier alles vorzubereiten«, betont Schweiger.

Zumindest um die Form der deutschen Athleten scheint man sich keine zu großen Sorgen machen zu müssen. Die Männer, die schon zuvor im Saisonverlauf einige Spitzenplätze erreicht hatten, bestätigten dies in Oberhof im Sprint und Verfolgungslauf mit starken Vorstellungen – auch wenn es in der Staffel dann nicht mehr lief.

Die Damen hatten beim Heim-Weltcup in Oberhof zunächst im Sprint noch enttäuscht, dann aber mit herausragenden Leistungen in der Verfolgung und einem hervorragenden zweiten Platz in der Staffel überzeugt. Und das noch ohne Olympiasiegerin Laura Dahlmeier, auf deren Start man ja in Ruhpolding hofft.

Sollte also die Witterung dazu führen, dass sich die Sicherheitslage wie erhofft entspannt und die Wettkämpfe wie geplant stattfinden können, könnte es doch noch etwas werden mit den »Biathlon-Festtagen.« Und statt des Feuerwerks, das traditionell die Eröffnungsfeiern in Ruhpolding beschließt, sollen eben die deutschen Sportler für ein »Feuerwerk« an guten Leistungen sorgen ... who