weather-image

Biomassehof in Tettenhausen ausbauen – Waging nimmt Kredit auf

2.7
2.7
Bildtext einblenden
Mit den Gemeindewerken und der Tourist-Info beschäftigte sich der Gemeinderat in Waging. (Foto: Konnert)

Waging am See – Zur Finanzierung wichtiger Investitionen benötigen die Gemeindewerke Waging höhere Mittel, als in der ursprünglichen Haushaltssatzung 2019 eingeplant waren. Dort war keine Kreditaufnahme vorgesehen. Der Gemeinderat bewilligte nun eine Kreditaufnahme in Höhe von 850.000 Euro und beschloss einen Nachtragshaushalt, der diese Änderung enthält.


Werkleiterin Patricia Hund begründete die notwendige Kreditaufnahme: Sie sei vor allem für den Ausbau des Biomasseheizwerks in Tettenhausen nötig. Außerdem werden die Gemeindewerke ihren Angaben zufolge jetzt personell besser aufgestellt und können im Zuge dessen Aufgaben selbst übernehmen, die bis jetzt von der Verwaltungsgemeinschaft und der Marktgemeinde für sie durchgeführt worden sind.

Anzeige

Der Gemeinderat hat daher die Verwaltung beauftragt, die vertraglich geregelte Aufgabenverteilung zwischen der Verwaltungsgemeinschaft und den Gemeindewerken zu überprüfen und gegebenenfalls Vorschläge für eine Neugestaltung der Zusammenarbeit zu machen. Der auf dieser Basis neu abzuschließende Vertrag soll am 1. Januar in Kraft treten.

Die Initiative geht auf einen Antrag von Gemeinderat Ulrich Heigermoser (UGW) zurück. Er hatte auch beantragt, wieder einen eigenen Werkausschuss zu gründen und den derzeitigen Bau- und Werkausschuss in einen reinen Bauausschuss zu überführen. Man habe damit ein Instrument, so Heigermoser, wo man verschiedene Themen in Zusammenhang mit den Gemeindewerken detailliert behandeln könne, bevor sie in den Gemeinderat kommen.

Diesen Vorschlag befürwortete auch die Werkeleiterin. In den nächsten drei Jahren stünden bei den Gemeindewerken große Themen – etwa die Erweiterung der Kläranlage – an, die intensiv diskutiert werden müssen. Deshalb solle ein solcher Ausschuss zumindest im Moment monatlich tagen. Zudem könne durch die Gründung eines eigenen Werkausschusses der Bauausschuss, in dem immer viele Themen anstehen, entlastet werden.

Nach kurzer Diskussion einigten sich die Gemeinderäte auf die Gründung eines Werkausschusses. Die Besetzung erfolgt unter Berücksichtigung der Stärke der Fraktionen im Marktgemeinderat. Mitglieder sind Martin Dandl (FWG), Georg Seehuber (FWG), Karl Heinz Neumann (CSU), Michael Lamminger (CSU), Felix Daxenberger (Grüne), Franz Schwangler (Grüne), Georg Huber (ÖDP) und Ulrich Heigermoser (UGW). Der Bau- und Werkausschuss wird in Bauausschuss umbenannt. Dessen Besetzung bleibt unverändert.

Für die Neugestaltung des Eingangsbereichs der Touristinfo können die Gewerke ausgeschrieben werden, ohne dass dies Auswirkungen auf die beantragte Förderung in Höhe von 60.800 Euro habe, sagte Kämmerer Bernhard Kraus. Vor kurzem sei die Zustimmung der Regierung von Oberbayern zum vorzeitigem Maßnahmenbeginn eingegangen. Laut Regierung könne die Marktgemeinde mit einer Förderung rechnen. Die endgültige Förderhöhe stehe aber noch nicht fest. Die Verwaltung werde jetzt die Arbeiten ausschreiben, sodass in einer der nächsten Sitzungen die Vergaben erfolgen können. kon