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Vier Traunsteiner Lindl wurden vergeben

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Zu den von Oberbürgermeister Christian Kegel (rechts) beglückwünschten Siegern gehörte auch Harfenspieler Sepp Pfliegl aus Bernau. (Foto: Buthke)

Traunstein – Zum 47. Mal veranstaltete die Stadt Traunstein das Singen und Musizieren um den Traunsteiner Lindl. Wobei dieser traditionelle Volksmusikwettbewerb aufpassen muss, nicht das Prädikat »Singen« zu verlieren. Unter den 15 angemeldeten Gruppen befand sich mit den »Starnberger Fischerbuam« nämlich nur noch eine Gesangsgruppe.


Die »Fischerbuam« hatten aber so viel Können vorzuweisen, dass sie einen Traunsteiner Lindl gewannen. Zu den weiteren Lindl-Gewinnern zählten die »Oimräsalmusi« aus Nußdorf am Inn, der Harfenspieler Sepp Pfliegl aus Bernau und die »Tal-Berg-Musi« aus Großarl im Salzburger Land. Obwohl knapp die Hälfte der Teilnehmer aus dem Landkreis Traunstein kam, war heuer keiner von ihnen unter den Gewinnern.

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Beim großen Festabend in der Aula des Annette-Kolb-Gymnasiums konnten neben den Lindl-Gewinnern auch alle anderen Gruppen mit jeweils zwei Musikstücken ihr hohes Niveau unter Beweis stellen. Die weiteren Gruppen waren »Mia 2« (Ruhpolding), »Dochbon-Musi« (Emertsham), »Teisendorfer Saitenpfeifer«, »Sait’nweis Musi« (Grassau), »Wössner Winkl Musi« (Unterwössen), »Boarischer Harfendreiklang« (Unterhaching), Ziachspieler Andreas Schmid (Zwiesel), »Wetterkreuz-Musi (Grassau), »Kloane Leobendorfer Tanzlmusi«, »Familienmusik Schillinger (Traunstein) und die »Ruhpoldinger Tanzlmusi«.

Außerdem traten mit der »Leitnhax Musi« aus Bergen, der »Bernauer Lausbuammusi«, »Dreimalig« aus Antdorf und der »Deggendorfer Brotzeitmusi« noch vier von den fünf Lindl-Gewinnern aus dem vergangenen Jahr auf.

Der Traunsteiner Lindl stehe seit 1967 für echte und unverfälschte Volksmusik auf hohem Niveau, stellte Oberbürgermeister Christian Kegel fest. Die Tatsache, dass das Singen und Musizieren um den Traunsteiner Lindl bald sein 50. Jubiläum begehen könne, sei das beste Lob für die Brauchtumspflege. Sein Dank galt allen Mitgliedern der Beratergruppe, der Arbeitsgemeinschaft Traunsteiner Lindl sowie den Freunden und Gönnern, die durch ihren gemeinsamen Einsatz diese großartige Veranstaltung erst möglich machen. Nicht zuletzt galt er aber auch den Musikanten, die Freude und Begeisterung für die Volksmusik bringen und einen unverzichtbaren Beitrag leisten.

Die Ansage beim Festabend hatte wieder Siegi Götze übernommen. Götze bestach einmal mehr durch viel Fach- und Hintergrundwissen, das er in eine humorvolle Ansage verpackte. Das Hintergrundwissen hatte er sich großteils beim Vorspielen aller Gruppen vor der Beratergruppe am Vormittag geholt. In der Beratergruppe saßen Annemarie Bayerl, Marlene Lindmair, Hans Auer, Stefan Frühbeis, Roland Pongratz, Prof. Mag. Peter Reitmeir, Peter Windhofer und Elmar Walter.

Mit Blick auf das wirklich hohe Niveau aller Gruppen stellte er die Frage an die Zuhörer: »Hätten Sie heute in der Beratergruppe sitzen wollen?« Was von diesen mit einem vielstimmigen »Nein« beantwortet wurde. Die Leistungsdichte werde immer größer und die Bewertung immer schwerer, stellte er fest. Am Nachmittag hatten die Gruppen dann Gelegenheit, mit der Beratergruppe zusammenzuarbeiten.

Der Ansager vergaß auch nicht zu erwähnen, dass seit 1967 stets die »Stadtspitze«, also der jeweilige Oberbürgermeister, fest hinter dem Singen und Musizieren um den Lindl gestanden ist. Unterstützt wurden die Bürgermeister dabei von einer Arbeitsgemeinschaft, in der der Leiter der Traunsteiner Musikschule, Georg Holzner, als Vorsitzender, Sabrina Haberlander zuständig für die Organisation, die Kulturreferentin der Stadt, Ursula Lay sowie Linde Freundorfer, Brigitte Leitermann und Alois Edtmayer sitzen. Bjr

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