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Um drei Uhr in der Früh beginnt die Arbeit für den Räumdienst

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Schnee und Eis liegen in diesen Tagen immer wieder auf Traunsteins Straßen. Auch auf der Nußdorfer Straße in Geißing hat der Winterdienst alle Hände voll zu tun. (Foto: Pültz)

Traunstein – Schnee und Eis haben sich in den vergangenen Tagen immer wieder auf die Straßen der Stadt gelegt. Die Mitarbeiter im Bauhof haben alle Hände voll zu tun. Sie machen den Weg frei. »Alle städtischen Straßen sind befahrbar«, sagt Eva Schneider auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts.


Doch der Räumdienst kommt längst nicht immer so gut und so schnell voran wie gewünscht. So manches Hindernis steht den Mitarbeitern des Bauhofs und ihren Helfern im Weg, wenn sie Schnee und Eis beseitigen. »Schlecht geparkte Fahrzeuge erschweren den Räum- und Streudienst erheblich«, sagt Schneider. Insbesondere Anliegerstraßen seien mit den breiten Räumfahrzeugen schwer zu befahren – mit Folgen. »Aufgrund der für den Räum- und Streudienst erschwerten Parksituation verzögert sich die Einsatzzeit erheblich.« Und so appelliere die Einsatzleitung an die Bürger, die Fahrzeuge so abzustellen, dass der Räum- und Streudienst ohne Behinderung durchführbar ist.

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Um Rutschpartien der Bürger auf ihren Straßen zu verhindern, schickt die Stadt ihre Mitarbeiter schon in aller Herrgottsfrüh auf die Reise. Die Räumfahrzeuge seien, so Schneider, täglich ab drei Uhr in der Früh nach Meldung des Einsatzleiters unterwegs – und zwar werktags wie an den Sonn- und Feiertagen. Die Handräumer beginnen laut der Sprecherin dann um sechs Uhr morgens und sonntags um sieben Uhr, um die Straßenübergänge, Querungshilfen und Bushaltestellen von Schnee und Eis zu befreien.

Stadt räumt Wege entlang des Traundamms

Schneider erläutert weiter, dass die Stadt neben den Straßen auch die Wanderwege entlang des Traundamms räumt und dort dann Splitt streut. Im Bedarfsfall machen sich die Helfer ihren Angaben zufolge täglich auf den Weg.

Nach einem festgelegten Plan kümmert sich der Winterdienst in Traunstein um eine Straße nach der anderen. Schneider berichtet auch, dass das städtische Verkehrsnetz in vier Dringlichkeitsstufen eingeteilt sei. Alle Strecken, die in der ersten Kategorie angesiedelt sind, genießen laut Schneider oberste Priorität. Als da wären die Hauptverkehrswege, Gefällestrecken und die Gemeindestraßen. »Hierzu zählen zum Beispiel Salinenstraße, Wasserburger Straße, Empfinger Hohlweg, Südspange und Herzog-Friedrich-Straße«, sagt die Sprecherin. Dringlichkeitsstufe vier stehe für die geringste Priorität. In diese Kategorie fallen laut Schneider zum Beispiel die Anliegerstraßen.

Schon 120 Tonnen Salz in diesem Winter verbraucht

Um die Gehwege und Radwege, die in der Räumpflicht der Stadt Traunstein liegen, benutzbar zu machen, so Eva Schneider weiter, seien 21 Handräumer und drei Schmalspurfahrzeuge im Einsatz. Schnee und Eis auf ihren Straßen beseitige die Stadt mit ihren Leuten vom Bauhof, die mit sieben Großfahrzeugen und einem Lader ans Werk gehen. Außerdem habe sie acht Fremdunternehmer beauftragt, auf den städtischen Straßen Vorsorge zu treffen, dass nichts passiert.

Gerade auch mit Salz arbeitet die Stadt. Mit dem Einsatz beginnt sie laut Schneider dann, wenn die Temperatur auf null Grad sinkt. Um Eis zu entfernen und Rutschpartien zu verhindern, streue sie fast überall Salz – mit einer Ausnahme. »Auf den Traundämmen wird kein Salz aufgebracht«, sagt Schneider. Insgesamt habe die Stadt in diesem Winter bereits rund 120 Tonnen Auftausalz verbraucht.

Auch heuer hat sich die Stadt im Vorfeld der kalten Jahreszeit wieder mit großen Mengen eingedeckt. Laut Schneider hat sie im Herbst 500 Tonnen bezogen: Salz, das sie einem Unternehmen abgekauft, dann aber nicht gleich nach Traunstein geholt, sondern stattdessen in den Hallen des Unternehmens eingelagert hat. In der Zwischenzeit hat sie rund 100 Tonnen abgerufen.

In Traunstein stehen auf dem Gelände des Bauhofs drei Salzsilos, die insgesamt rund 300 Tonnen fassen können. In diesem Winter hat die Stadt schon viel Salz herausgenommen und dann ebenso viel Salz in die Behälter wieder nachgefüllt. Und so sind die Silos nach wie vor voll – womit die Stadt für den Fall, dass weiterer Schnee fällt und sich neues Eis bildet, gut gerüstet ist.

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