weather-image
14°

Uli Habl führt jetzt die SBC-Fußballer an

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Wilhelm Schuhböck (links) und Klaus Wudy (rechts) aus dem Gesamtvorstand des SB Chiemgau wünschten der neuen Abteilungsleitung Fußball viel Glück. Ihr gehören an (von links): Georg Hofstetter, Martin Dietzinger, Uli Habl, Hans Neunteufel, Michael Brandner und Toni Schneider. (Fotos: Brenninger)
Bildtext einblenden
Gesamtvorstand Wilhelm Schuhböck (rechts) ehrte langjährige Mitglieder der Fußballabteilung: Tobi Berz (von links), Markus Krähling und Bernhard Haßlberger.

Die Fußballabteilung des SB Chiemgau Traunstein hat sich komplett neu aufgestellt: Die kommissarischen Abteilungsleiter Michael Wirth und Jochen Schmid gaben ihre Ämter ab. Neuer Abteilungsleiter ist Uli Habl, der am Freitagabend bei der Jahresversammlung des Vereins im Sportlerbräu einstimmig von den zahlreichen Mitgliedern gewählt wurde. Seine beiden Stellvertreter sind Toni Schneider und Hans Neunteufel.


Im Amt bestätigt wurde Georg Hofstetter als Kassier. Zudem wurde Michael Brandner offiziell in das Amt des Jugendleiters gewählt. Er war seit Sommer kommissarisch dafür verantwortlich, nachdem Heiko Herzog zurückgetreten war.

Anzeige

Zwei Kandidaten für das Amt des Schriftführers

Um das Amt des Schriftführers gab's zwei Kandidaten. Martin Dietzinger wurde vom Vorstand vorgeschlagen. Aus der Versammlung wurde dann auch Karl Strohmayer ins Spiel gebracht, der bisher ja das Amt bekleidet hat. Strohmayer ging ebenfalls ins Rennen und so hatte Wahlleiter Christian Kegel einiges an Arbeit vor sich. Der Traunsteiner Oberbürgermeister erklärte bei einigen Stimmenthaltungen Dietzinger zum Sieger. Er bekam 36 Stimmen, Strohmayer 22. Abgestimmt wurde per Handzeichen. Kassenprüfer bleiben Günter Burgstaller und Andreas Schuhbeck.

Uli Habl ging in seiner Antrittsrede auf die vergangenen Monate ein, die turbulent für den Verein verlaufen sind. »Da gab's einige Querelen, die immer wieder aufgeblüht sind«, betonte er. »Das Jahr war das schlimmste in meiner Karriere, so etwas habe ich noch nirgends erlebt«, ergänzte er. Er ging dabei auch kurz auf die Trainerrücktritte im Jugendbereich ein, die es in den vergangenen Wochen gegeben hat. »Und das nur, weil eine Person im Verein nicht gepasst hat.«

Er machte gleich klar: »Bei uns wird es keine Drohungen in Form von Rücktritten geben, so kann ein Verein nämlich nicht funktionieren.« Zudem machte er deutlich, dass bei ihm das Ehrenamt im Vordergrund steht. »Das ist das Wichtigste in einem Verein«, hob er hervor. »Wenn man für ein Ehrenamt bezahlen muss, dann wird es schwierig.«

Doch Habl will mit seinem Team jetzt vor allem nach vorne schauen – und dabei vor allem eine offene und ehrliche Kommunikation miteinander führen. »Und zwar am Tisch und nicht in irgendwelchen WhatsApp-Gruppen.«

Die neue Abteilungsleitung möchte auch gerne den Beliebtheitsgrad des SB Chiemgau in der Region steigern. »Der ist nämlich nicht so toll«, sagte der neue Abteilungsleiter, der zusammen mit Stefan Hafner auch weiterhin die sportliche Leitung der Fußballer innehat. »Wir müssen Respekt haben vor jedem Verein. Wir stehen nicht darüber«, gab er unmissverständlich zu verstehen. »Wir sollten uns nicht so darstellen, als wären wir die Besten der Welt.« Sportlich möchte Habl »den maximal möglichen Erfolg«. Aber man sei auch realistisch. »In Traunstein haben wir nicht das Einzugsgebiet wie in München.«

Michael Wirth wünschte im Namen der alten Führung der neuen Riege »alles Gute für die Zukunft«. Er versprach: »Wir werden euch unterstützen, wo es geht.« Auch Gesamtvorstand Wilhelm Schuhböck zeigte sich überzeugt davon, dass »wir jetzt in eine erfolgreiche Zukunft schauen«. Sein Vorstandskollege Klaus Wudy ergänzte: »Wir haben jetzt die Chance, Ruhe reinzubekommen. Das sollten wir nutzen.«

Oberbürgermeister Christian Kegel betonte: »Der Weg des SBC ist für mich eindeutig, er geht nach oben.« Allerdings wies er auch nochmals auf die Fusion hin. Die Unruhen seien deshalb vielleicht auch normal. »Es dauert einfach, bis so eine Fusion in jedem Herz angekommen ist«, ergänzte Kegel. Er hob auch hervor: »Traunstein hat eine gewaltige Infrastruktur. Man muss sie nur nutzen.«

Kassier Georg Hofstetter gab einen detaillierten Kassenbericht. Die Abteilung hatte im vergangenen Jahr ein fünfstelliges Minus zu verzeichnen. Da aber der Bestand in der Kasse zum Jahresanfang positiv war, schloss die Abteilung das Jahr im Plus ab. Günter Burgstaller prüfte zusammen mit Andreas Schuhbeck die Kasse und hatte nichts zu beanstanden.

Zudem gab es noch Berichte aus den Bereichen Jugend, Herren und AH. Jugendleiter Michael Brandner hat elf Mannschaften zu betreuen. Es seien von der U 7 bis zur U 17 170 Kinder und Jugendliche aktuell beim Verein, gab er bekannt. »Bei fast allen Teams sind wir einen Schritt vorangekommen«, berichtete er stolz. Auch er ging kurz auf die Querelen in den vergangenen Monaten im Jugendbereich ein. »Wir mussten trotz der Rücktritte kein Training absagen«, hob er hervor. Jetzt gelte es, die Mannschaften nach und nach wieder mit Trainer zu bestücken. »Wir bekommen das hin«, versicherte er.

Peter Angerer zog kurz für die AH des SBC Bilanz. Die Tendenz sei, dass man weiterhin Freundschafts- und keine Punktspiele bestreiten werde. Insgesamt kann er auf einen 30-Mann-Kader zurückgreifen.

Stefan Hafner, der sportliche Leiter, informierte über die U 19, die Zweite und die Dritte Mannschaft sowie natürlich über das Landesliga-Team. »Es wäre ein großer Wunsch von mir, dass der Verein noch enger zusammenrückt«, betonte auch Hafner. Es sei wichtig, dass immer der Verein im Vordergrund stehe und nicht das eigene Ego. »Wir müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen.«

Die Reserve soll in der Kreisklasse eine gute Mittelfeld-Rolle spielen. »Wir machen uns aber bereits Gedanken, wie die Mannschaft im Sommer aussehen soll.« Denn, so räumte Hafner ehrlich ein, bei der Kaderplanung für diese Saison habe man die »Zweite« etwas vernachlässigt.

Ohne Druck in die Frühjahrsrunde

Für die »Erste« gelte in der Frühjahrsrunde erneut gute Spiele zu zeigen, »Wir nehmen sehr gerne mit, was daherkommt.« Allerdings gehe man auch ohne Druck in die Spiele. sagte Hafner. Sprich: Trotz des guten Tabellenplatzes spricht man vom SBC nicht vom Aufstieg.

Rudi Friedl fragte beim Punkt Wünsche und Anträge noch nach, wie es nach dem Rücktritt von Thorsten Zaunmüller als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums dort weitergehe. Zudem seien dort jetzt schon einige Leiter am Ruder gewesen, er fragte deshalb, ob es jetzt nicht einmal eine langfristige Lösung geben sollte. Habl betonte, man suche aktuell einen Nachfolger und man sei natürlich an einer Dauerlösung interessiert. »Allerdings ist das ein stressiger Job. Ein NLZ-Leiter muss vieles bewältigen, was auch im Hintergrund läuft.« Von daher sei es nicht einfach, für diese Position jemanden zu gewinnen.

Es gab auch einige Ehrungen. Gesamtvorstand Willi Schuhböck zeichnete bei der Versammlung zusammen mit dem neuen Fußball-Abteilungsleiter Uli Habl für 25 Jahre Mitgliedschaft Tobi Berz, Christoph Kraller und Markus Krähling aus. 40 Jahre sind schon Jochen Pflaumer, Bernhard Haßlberger, Robert Mildner und Rainer Löffler dabei. SB

Bildtext einblenden
Gesamtvorstand Wilhelm Schuhböck (rechts) ehrte langjährige Mitglieder der Fußballabteilung: Tobi Berz (von links), Markus Krähling und Bernhard Haßlberger.