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Sein Leben war die Musik

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Der Tod von Martin Fuchs ist ein großer Verlust für die heimische Musikszene, in den Liedern der »Springer« lebt er weiter.
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Die ersten »Musik-Stars« mit Plattenvertrag aus dem Chiemgau waren »Die Springer«. Die Glanzzeit der Band war in den Jahren 2000 bis 2015 mit über 1000 Liveshows bundesweit und einigen vielbeachteten Alben. Das Foto entstand vor einem Auftritt auf der Nordseeinsel Föhr 2009 und zeigt (von links) Günter Wimmer, Martin Fuchs und Guido Fuchs.

Mit 51 Jahren ist der Musiker und Tontechniker Martin Fuchs nach kurzer und schwerer Krankheit viel zu früh verstorben. Er hat vor allem mit seinem Wirken als Schlagzeuger der Musikband »Die Springer« die Musiklandschaft im Chiemgau und Rupertiwinkel mitgeprägt.

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Schon in sehr jungen Jahren entschied sich der gebürtige Fridolfinger, der dann viele Jahre in Traunstein gelebt hat, für die Musik. Aus einem musikalischen und kreativ-künstlerischen Elternhaus stammend machten ihn sein Rhythmus-Talent und seine ruhige Art zu einem sehr gefragten Schlagzeuger, der bei einigen regionalen Bands gespielt hat.

Vor allem aber war er der Mann an den Trommeln bei der Band »Die Springer«. Das Trio mit dem Kirchanschöringer Günter Wimmer und Martins Bruder Guido Fuchs war die erste bundesweit erfolgreiche Chiemgauer Formation und hatte in seiner Laufbahn vier Plattenverträge. Mit über 1000 Shows quer durch die Republik und den Alben »Star« (1999), »Musik von Welt« (2003), »Nachtsaison« (2005), »Licht« (2008), »live & unplugged« (2012), diversen Singleauskopplungen wie dem Titelsong zur Biathlon-WM in Ruhpolding war die Band jahrelang sehr gefragt und umjubelt.

»Die Springer« beeinflussten die heimische Musikszene und waren wohl vielen jungen Musikern ein Vorbild. Die letzten Jahre spielten die drei Musiker nur noch wenige Shows, da Guido Fuchs' und Günter Wimmers »Guten A-Band« erfolgreich wurde und Martin Fuchs als selbstständiger Tontechniker Karriere machen konnte. Er war bei der Fußball-WM in Südafrika sowie bei Olympia dabei, auch bei zahlreichen großen Business-Events wurde er als der Mann an den Reglern gebucht. Vor allem seine ruhige und selbstbewusste Art brachten ihm viele Sympathien ein. Mit Martin im Team konnte nichts passieren, da er vor allem im technischen Bereich nahezu alle Probleme lösen konnte und am Schlagzeug richtig gut war. So vereinte er das technische Wissen sowie auch das Musikergehör für einen richtig guten Sound in allen Varianten. Vielen Musikern half er in seinem Traunsteiner Tonstudio bei ihren Musikaufnahmen. Durch den Verlust von Martin Fuchs wird die Chiemgauer Kulturlandschaft ein großes Stück ärmer. fb

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