weather-image
34°

Premiere beim Zuchtviehmarkt – Aufstallung erstmals unter freiem Himmel

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Unter freien Himmel stehen die Zuchttiere im Stall der Chiemgauhalle.
Bildtext einblenden
Züchter Schneidig präsentiert Enkelin Genoveva und Helene Lechner aus Ramsdorf bei Kay die zwei Zuchtstiere, die von der Besamungsstation Markredwitz- Wölsau erworben wurden. Fachberater Tim Höbel steht zur Sicherung dabei.
Bildtext einblenden
Eine Augenweide der Jungkühe der Wertklasse 1, die Manfred Grafetstetter aus Armutsham (Trostberg), Thomas Anzenberger aus Maierhofen (Schnaitsee), Georg Hofstetter aus Benning (Vogtareuth) und Hans Schederecker aus Zelln (Schnaitsee) zum Verkauf anboten.

Traunstein – An Bilder in alten Chroniken, also dass Zuchtvieh auf dem Dorfplatz zur Versteigerung angeboten wurde, erinnerte der Großviehmarkt in Traunstein. Da die Aufstallung im Stall der Chiemgauhalle den Halleneinsturz ohne Schaden überstanden hatte, kann diese an regenfreien Tagen wieder entsprechend genutzt werden. Den weiten Auftrieb aus der Rundbogenhalle hinter der Halle ersparte man sich dadurch.


Drei Zuchtstiere wurden in den Besamungseinsatz und acht Stiere in den Natursprung verkauft, wobei der Versteigerungspreis bei den Natursprungstieren im Schnitt bei 1850 Euro lag. Die acht angebotenen Kühe zum zweiten Kalb wechselten für im Mittel 1700 Euro den Besitzer. Der durchschnittliche Versteigerungspreis der 46 verkauften Jungkühe lag bei 1635 Euro.

Die Besamungsstation Marktredwitz-Wölsau trat nach langer Zeit wieder in Traunstein als Käufer auf. Sie kaufte gleich zwei Zuchtstiere für 5200 Euro und 3500 Euro aus dem Zuchtbetrieb Franz Eder aus Eschlbach bei Kirchanschöring. Diese Zuchtstiere entstanden aus einem Embryotransfer mit einer sehr leistungsstarken, hornlosen Mahango-Tochter. Durch die genomische Untersuchung sind beide sehr hoch unter ihren Halbbrüdern eintaxiert. Mit Rang 17 von 592 getesteten Imperativ Söhnen war der zweite Stier eingereiht. Beide Stiere wurden im Zuchtbetrieb Korbinian Lechner in Ramsdorf bei Kay aufgezogen. Als dritter Stier ging zum Grundpreis von 3500 Euro an die Besamungsstationen Bayern Genetik ein Dell-Sohn aus dem Aufzuchtbetrieb Josef Krautenbacher aus Tettenhausen.

Die Preisspanne bei den sehr leistungsstarken Mehrkalbskühen lag zwischen 1500 und 1950 Euro. Dabei erzielte den Spitzenpreis eine melkrobotergewohnte Polarbär-Tochter aus dem Zuchtbetrieb Georg Kellner aus Hennthal bei Heiligkreuz. Bei den Jungkühen wurden vier in die Wertklasse 1 eingereiht. Bei zweimal 1900 und je einmal 2050 bzw. 2200 Euro erfolgte der Zuschlag bei diesen Tieren. Die 2200 Euro waren gleichzeitig das höchste Gebot des Maimarkts. Aufzüchter

Georg Hofstetter aus Benning bei Vogtareuth bot diese In-formant-Tochter mit einer Milchleistung von 32,5 Kilo Milch zum Verkauf an. Nur vier Jungkühe konnten die 2000-Euro-Schwelle überschreiten. Das Gros der Jungkühe wechselte im Preisniveau zwischen 1500 und 1700 Euro in ihre neuen Zuchtbetriebe. Jungkühe der Wertklasse 2 waren für durchschnittlich 1383 Euro zu erwerben.

16 Zuchttiere blieben im eigenen Zuchtgebiet. Vier Stiere, fünf Kühe und 18 Jungkühe wurden an bayerische Milchviehbetriebe verkauft. Drei Stiere erwarben Milchviehbetriebe außerhalb von Bayern. Eine Mehrkalbskuh und 18 Jungkühe wurden von Käufern aus Holland und aus Südtirol erworben. Die nächsten Markttermine sind der 29. Mai für Kälber sowie der 13. Juni für Großvieh. fb