weather-image
30°

Neujahrsumfrage: Das wünschen sich die Bürger in der Region für 2020

4.3
4.3
Neujahrsumfrage 2020: Das wünschen sich die Bürger in der Region für 2020 | Traunstein
Bildtext einblenden
Fotos: Symbolbild (pixabay)

Traunreut – 2020 ist ein Schaltjahr, der Februar hat damit nicht 28, sondern 29 Tage. Viele Menschen gehen mit guten Vorsätzen ins neue Jahr – sei es, dass sie mehr Sport treiben, mit dem Rauchen aufhören, bewusster essen oder Stress abbauen wollen.

Anzeige

Aber auch die Wünsche und Hoffnungen sind vielfältig, wie eine Umfrage des Traunsteiner Tagblatts zum Jahreswechsel zeigt. An vorderster Stelle steht dabei der Wunsch, gesund zu bleiben.

Mehr miteinander anstatt übereinander zu reden, wünscht sich Marlene Hacker aus Frühling für das neue Jahr. Sie appelliert auch an alle Völker der Erde, sich an die »zehn Gebote Gottes« zu halten. Kein Götzendienst, kein Fluchen, keine Sonntagsarbeit, kein Eltern-Kind-Konflikt, kein Morden, kein Ehebrechen, keine Lügen, kein Neid und kein Geiz – das würde ihrer Meinung nach »unsere Welt um einiges heller machen«.

Bildtext einblenden
Marlene Hacker will mit- und nicht übereinander reden.

»Was soll man sich vornehmen?« Diese Frage stellt sich Johanna Schönwetter. »Weiß man doch aus Erfahrung, dass die Vorsätze schnell in Vergessenheit geraten. Wünsche, ja die kann man haben. Und man kann sich freuen, sollten sie in Erfüllung gehen. Zufrieden bleiben und den Humor nicht verlieren. Wenn man dann am Ende eines Jahres zurückblickt und sich noch an ein paar schöne Momente erinnern darf, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern, dann ist das mehr als genug«, meint die Traunsteinerin. In diesem Sinne: »Mach was aus dem neuen Jahr, damit Momente entstehen, die ein Lächeln wert sind.«

»Gesundheit und sonst nix. Alles andere interessiert mich nicht«, sagte Erwin Mischke aus Traunreut.

Bildtext einblenden
Erwin Mischke wünscht sich für das neue Jahr nur eins: Gesundheit.

Marianne Kapfer aus Sankt Georgen äußerte den Wunsch, dass für die TuS-Sportplatzgaststätte wieder ein Pächter gefunden wird. Dieser Wunsch ist mittlerweile in Erfüllung gegangen. Seit Ende letzten Jahres ist die Gaststätte wieder geöffnet. An Silvester haben rund 65 Gäste bei einem fulminanten Feuerwerk auf das neue Jahr angestoßen.

Laut Peter Fuchs wird der Klimawandel mit den damit einhergehenden Veränderungen im neuen Jahr ein beherrschendes Thema. Der Traunwalchner meint: »Ich hoffe, dass alle gemeinsam – Jung und Alt, reiche Industrienationen genauso wie wohlhabende Menschen – eine nachhaltigere Lebensweise anstreben. Von der Industrie müssen diese Anstrengungen durch klimaschonende und nachhaltige Technologien noch konsequenter unterstützt werden, wie zum Beispiel durch die Vermeidung, noch besser die Abschaffung von Plastikverpackungen.«

Bildtext einblenden
Peter Fuchs hofft, dass alle gemeinsam eine nachhaltige Lebensweise anstreben.

Persönlich werde er 2020 auf private Flugreisen verzichten. Für Traunreut wünscht sich Fuchs ab März deutlich mehr Stadträte, die ihre Entscheidungen basierend auf Fakten treffen – und nicht aufgrund ihrer Fraktionszugehörigkeit. Als regelmäßiger Zuschauer im Stadtrat sei es für ihn nicht nachvollziehbar, dass nur acht Stadträte das Konzept mit 105 statt 66 Wohnungen im Munapark unterstützt hätten, obwohl laut einer Studie in Traunreut 1000 Wohnungen und dabei vorrangig Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen fehlen. »Seit sechs Jahren kümmere ich mich durch Kurzbeiträge im Internet um eine transparentere Stadtpolitik und habe nun entschieden, mich auch als Stadtratskandidat zum Wohle der Stadt einbringen zu wollen.«

Für Richard Kalahur ist das neue Jahr mit einem ganz besonderen Anliegen verbunden. »Als Chorleiter des Sängerchores Traunreut, des Gesangvereins Trostberg sowie des Kirchenchores Palling und als Dirigent des Ruperti-Orchesters Traunreut wünsche ich mir natürlich, dass es mir vergönnt sein möge, noch einige Jahre den Zuhörern ein besonderes Hörerlebnis, sei es vokal oder auch instrumental, bieten zu können.«

Sein großes Anliegen, das er auch schon wiederholt bei der k1-Führung und bei Bürgermeister Klaus Ritter zum Ausdruck gebracht habe, sei, bei Orchester- oder Chorkonzerten eine sogenannte Akustikrück- und Seitenwand als akustische Unterstützung für die Bühne des k1 zu schaffen, wie sie auch auf allen ähnlichen Einrichtungen üblich seien. Die Vorhänge der Bühne schluckten enorm an Klang.
Für einen Chor und ein Orchester, die ohne technische Verstärkung singen und spielen, sei es so besonders schwer, für den Zuhörer präsent zu sein. Erst kürzlich beim Adventskonzert der Kammerphilharmonie München habe man auf Wunsch des Dirigenten spontan den rückwärtigen Vorhang zur Verbesserung der Akustik entfernt. Dies zeige, »dass wir mit diesem Wunsch nicht alleine sind«, so der Traunreuter.

»Ich fasse keine guten Vorsätze mehr«, gibt Anton Aicher aus Hörzing unwiderruflich zu. »Das Rauchen habe ich aufgehört, und übermäßiger Alkoholkonsum ist auch zu Ende«, sagt der 75-Jährige. »Die Bundesregierung um Angela Merkl bring' ich leider auch nicht weg.«

Adalbert Huber aus Traunwalchen hat für 2020 beschlossen, komplett auf Alkohol zu verzichten, was für ihn jedoch bei der anstehenden Faschingshochzeit in Traunwalchen eine gewaltige Herausforderung sein wird, wie er zugibt.

Bildtext einblenden
Adalbert Huber hat beschlossen, 2020 komplett auf Alkohol zu verzichten.

Er wolle sich noch mehr in der Natur bewegen, ob bei Bergtouren, Wanderungen oder beim Langlaufen und Radfahren. Auch seinem liebsten Hobby, der Musik, will er noch mehr Zeit widmen und natürlich auch genügend Zeit mit seinem Enkel verbringen. Von der Politik wünscht er sich, dass »die wirklichen Probleme erkannt werden und zukunftsfähige Lösungen gefunden werden und mehr auf die Meinung der betroffenen Menschen geachtet wird.«

Der Bürgermeister der Gemeinde Seeon-Seebruck, Bernd Ruth, hofft bei den Kommunalwahlen am 15. März auf eine Wiederwahl. »Ich würde mich unendlich freuen, wenn ich auch in Zukunft die Verantwortung für die Gemeinde tragen dürfte«, sagt er. Für die Gesellschaft wünscht er sich, das Erreichte erhalten zu können und künftig die Dinge wie Ökologie und Soziales in Einklang zu bringen. ga