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Musik und Baukultur erlebbar machen

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Die alte/neue Vorstandschaft des Vereins Musiksommer zwischen Inn und Salzach sind Altlandrat Hermann Steinmaßl als erster Vorsitzender (Mitte), Stellvertreter Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel und Monsignore Dr. Thomas Frauenlob (erster und zweiter von links), sowie Dr. Helmut Wittmann als erster Stellvertreter und Schatzmeister Roger Pawellek, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg (vierter und fünfter von links).

Durchschnittlich 180 Besucher pro Konzert konn-ten bei den Konzerten im »Musiksommer zwischen Inn und Salzach« in der Konzertsaison 2018 verzeichnet werden, berichtete der erste Vorsitzende, Altlandrat Hermann Steinmaßl, bei der Mitgliederversammlung im Großen Saal des Landratsamtes. Der Musiksommer wird seit 1976 von den fünf Landkreisen Traunstein, Rosenheim, Mühldorf am Inn, Altötting und Berchtesgadener Land gemeinsam organisiert.


»Sehr zufrieden« über den Musiksommer 2018 äußerte sich auch Christian Hußmann von der Geschäftsstelle über die letztjährige Saison, wenn man inzwischen eigentlich auch »Frühherbstsommer« sagen sollte. Auch heuer werde die Saison recht lang, da das erste Konzert nach dem Umbau in der Traunsteiner Klosterkirche mit dem Grassauer Blechbläser Ensemble erst am 25. Oktober statt-finden werde, die letzten Konzerte unter dem Titel »Sonne, Mond und Sterne« am Samstag und Sonntag, 26. und 27. Oktober, in Burghausen und Mühldorf.

Bei den alle drei Jahre stattfindenden turnusgemäßen Neuwahlen wurde die bisherige Vorstandschaft einstimmig bestätigt. Erster Vorsitzender bleibt Altlandrat Hermann Steinmaßl und erster Stellvertreter Ministerialdirigent a. D. Dr. Helmut Wittmann. Monsignore Dr. Thomas Frauenlob aus Berchtesgaden ist zweiter Stellvertreter und als dritter wurde Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel gewählt. Als Schatzmeister bestätigt wurde Roger Pawellek, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg. Die künstlerische Leitung liegt in Händen von Schulmusikerin und Chorleiterin Bernadette Osterhammer aus Bernau, des Pianisten und Komponisten Thomas Hartmann aus Chieming und dem langjährigen Leiter der Musikschule Traunstein, Augustin Spiel.

Einnahmen in Höhe von knapp 74 000 Euro stehen Ausgaben von rund 93 000 Euro im Jahr 2018 gegenüber, stellte Schatzmeister Roger Pawellek, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg, bei der Feststellung der Jahresrechnung fest. Das Defizit von rund 20 000 Euro könne durch die Bildung guter Rücklagen in den letzten Jahren ausgeglichen wer-den. Trotz der sehr guten Besucherzahlen gab es weniger Einnahmen, da die Zuschüsse zurückgegangen waren und staatliche Zuschüsse wegen des guten Ergebnisses im Jahr zuvor zurückgezahlt werden mussten, erklärte Pawellek. Der derzeitige Kassenbestand liegt bei 8600 Euro. Der erst im letzten Jahr berufene Kassenprüfer, Robert Höpfner, einer der Vorsitzenden der Wolfgang-Sawallisch-Stiftung Grassau, bescheinigte dem Verein auch im Namen der weiteren Kassenprüferin Elisabeth Bauer, eine »geordnete wirtschaftliche Situation«, so dass die Vorstandschaft einstimmig entlastet wurde.

Bei der Aussprache regte Lutz Feiler aus Laufen, Kulturbeauftragter des Berchtesgadener Landes, an, dass auch aus dem Berchtesgadener Land ein oder mehrere Veranstaltungsorte auf-genommen werden sollten, denn dann würden sich auch die dortige Kreissparkasse und die Bürgerstiftung als Förderer engagie-ren. Monsignore Dr. Thomas Frauenlob meinte dazu, dass es bisher wohl nicht so bekannt gewesen sei, dass sich auch Gemeinden aktiv als Veranstalter bewerben könnten. Dr. Ulrike Pfeifer, zweite Bürgermeisterin aus Ruhpolding, wollte wissen, weshalb doppelt so viele Veranstaltungen des Musiksommers an Sonntagabenden und nicht samstags stattfinden. Nach Auskunft von Christian Hussmann sei das ein Raumproblem, denn in vielen großen Kirchen finden am Samstag Abendmessen statt.

Abschließend stellte Hermann Steinmaßl fest, dass der Musiksommer bei seiner Gründung 1976 beinahe ein Alleinstellungsmerkmal hatte und seither die Konkurrenz enorm gewachsen sei. gi

Der kanadische Akustik-Experte Tateo Nakajima soll im neuen Münchner Konzertsaal für den richtigen Klang sorgen. Sein Büro Arup wurde nach einem Vergabewettbewerb mit der Planung der Akustik beauftragt, wie das bayerische Bauministerium mitteilte. Nakajima war unter anderem schon für die Akustik der Konzertsäle in Montreal, Sao Paulo und Breslau verantwortlich.