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»Herr Becker von der Kripo Rosenheim«: Polizei warnt vor Betrugsanrufen in der Region

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Vorsicht vor Betrügern
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Foto: Armin Weigel/dpa

Landkreise – Derzeit kommt es in den Landkreisen Traunstein und Rosenheim wieder vermehrt zu Anrufen von Betrügern. Diese geben sich am Telefon als Kripo-Beamte aus. Die Polizei warnt und gibt Verhaltenstipps.

Unbekannte Personen meldeten sich laut Angaben des Präsidiums bei mehreren Mitbürgern und gaben sich jeweils als „Herr Becker von der Kripo Rosenheim“ aus. Sie behaupteten, dass die Polizei Straftäter festgenommen habe, bei denen ein Zettel mit dem Namen des Angerufenen gefunden wurde. Deshalb müsse nun ein Zusammenhang geprüft werden.

Besonders perfide bei der neuerlichen Masche: Um das Misstrauen zu verringern, wurden die Angerufenen aufgefordert, in der Leitung zu bleiben und auf ein Freizeichen zu warten. Danach sollten sie die „110“ wählen, um sich über den Wahrheitsgehalt des Anrufes vergewissern zu können. Natürlich wurden die Angerufenen nicht mit dem „echten Polizeinotruf“ verbunden, sondern blieben in der Leitung der Betrüger.

Glücklicherweise reagierten bislang alle Bürger souverän und gingen auf keinerlei Forderungen ein, sodass es noch zu keinem Schaden kam. Laut Polizei muss aber von weiteren Betrugsversuchen ausgegangen werden.

Die Polizei rät deshalb zur aktuellen Masche: Wenn Sie aufgefordert werden, in der Leitung zu bleiben und nach einem Freizeichen die „110“ zu wählen, legen Sie sofort auf. Beenden Sie das Gespräch bewusst, indem Sie den Hörer auflegen bzw. das Telefonat wegdrücken. Wählen Sie erst dann den richtigen Polizeinotruf „110“, nachdem Sie zuvor auch wirklich das Gespräch beendet haben.

Was bei unbekannten Anrufern immer zu beachten ist:

  • Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte über persönliche Verhältnisse.
  • Brechen Sie Telefonate, bei denen Geldleistungen gefordert werden, sofort ab. Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen/Angebote eingehen werden.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel den Polizeinotruf 110. Haben Sie keine Angst anzurufen: Lieber einmal zu oft den Notruf genutzt, als Opfer der Betrüger zu werden.
  • Lassen Sie niemanden in Ihr Haus oder Ihre Wohnung, den Sie nicht kennen. Verwenden Sie zur Kontaktaufnahme die Gegensprechanlage oder verwenden Sie die Türsicherungskette oder den Sicherungsbügel.
  • Lassen Sie sich im Zweifelsfall, auch von Polizisten, immer Dienstausweise zeigen.
  • Falls Verwandte ins Spiel gebracht werden, kontaktieren Sie diese.
  • Setzen Sie Familienangehörige und Nachbarn über diese Masche in Kenntnis.
  • Falls es zu einem Betrug gekommen ist, sind alle Informationen zum Täter besonders wichtig: notieren Sie Aussehen, Kleidung, Sprache, Autokennzeichen, Autofarbe usw.

Blattl Sonntag Traunstein