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Feuerwehr Kammer hatte im vergangenen Jahr 42 Einsätze

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Markus Huber, Martin Lackerschmid und Alexander Ober wurden für 25-jährigen aktiven Dienst bei der Feuerwehr Kammer mit dem Ehrenzeichen zweiter Klasse in Silber des Bayerischen Staatsministers des Innern, für Sport und Integration ausgezeichnet. Die Ehrung überreichten Kreisbrandinspektor Martin Schupfner (Zweiter von links) sowie die Kommandanten Albert Rieder (rechts) und Alois Wimmer (links). Zu sehen sind Martin Lackerschmid (Mitte) und Markus Huber (Zweiter von rechts). (Foto: Hobmaier)

Traunstein – Auf ein sehr bewegtes und arbeitsreiches Jahr blickten die Kammerer Feuerwehrler in ihrer Generalversammlung zurück. Der absolute Höhepunkt war die eigene Festwoche anlässlich des 150-jährigen Bestehens. Darüber hinaus wurden zwei Einsatzfahrzeuge in Dienst gestellt. Der Stand bei den Aktiven sowie Jugendlichen ist stabil, die Feuerwehr ist derzeit »tagesalarmsicher«. In diesem Jahr wird es am 30. Mai, dem Vatertag, wieder ein großes »Bulldogtreffen« in Kammer geben.


Tief beeindruckt zeigte sich Vorstand Sebastian Reischl, dass die Kammerer Festwoche so friedlich und auch unfallfrei verlaufen sei. Er würdigte alle, die zum Gelingen beigetragen haben, und freute sich, dass die gesamte Dorfgemeinschaft kräftig angepackt habe. Darüber hinaus informierte Reischl, dass das Floriansstüberl im Feuerwehrhaus komplett umgebaut werde. Die Arbeiten schreiten seinen Angaben zufolge zügig voran. Es soll ein zweckmäßiger, aber auch gemütlicher Anlaufpunkt für die 240 Mitglieder werden.

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Neben einer Reihe an kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen im Ort sowie in der Stadt Traunstein habe man sich seitens des Vereins an den Gründungsfesten in Waging am See, Palling, Vogling und Kößlarn im Kreis Passau beteiligt. Das Helferfest im Gasthaus zur Post sei sehr gut angenommen worden, die Vorstandschaft sowie die Bulldogfreunde hätten jeweils eine Dankeswahlfahrt nach Maria Eck unternommen, so der Vorstand in seinen Ausführungen.

In diesem Jahr beteiligt sich der Verein beim Fest am Hochberg und an den Gründungsfesten in Tittmoning und Grabenstätt.

Rudi Weiss berichtete, dass der Verein auf soliden finanziellen Beinen stehe und im vergangenen Jahr ein kleines Plus in der Kasse erwirtschaftet habe. So sei es möglich gewesen, dass die Aktiven nun Tabletcomputer mit Navigationsfunktion in die Einsatzfahrzeuge bekamen haben und ein Hochdruckreiniger zur Fahrzeugpflege angeschafft werden konnte. Darüber hinaus sei die Aktion »Die im Dunkeln sieht man nicht« finanziell unterstützt worden.

»Die Anzahl an aktiven Einsatzkräften ist seit einigen Jahren stabil«, freute sich Kommandant Albert Rieder. Knapp 70 Ehrenamtliche leisten in Kammer seinen Angaben zufolge Feuerwehrdienst. »Wir freuen uns trotzdem über jeden, der bei uns mitmacht, denn helfen kann jeder.«

Mehr als 5200 Stunden standen am Jahresende auf dem Konto der Aktiven. Davon entfielen etwa ein Viertel auf die 42 Einsätze und der Rest auf Fortbildungen und Übungen. Somit liegt das »Einsatzjahr 2018« im langjährigen Mittel, wie Rieder abschließend feststellte.

Von einer Rauchentwicklung in der Heizung über Wohnungsbrände bis hin zum Brand an einer Industrieanlage sei bei den Brandeinsätzen alles dabei gewesen, sagte der Zweite Kommandant Alois Wimmer. Ein ähnliches Bild ergebe sich in der Technischen Hilfe. Neben zahlreichen Kleinalarmen hätten die Feuerwehrler mehrere, teils schwere Verkehrsunfälle zu bewältigen gehabt. Außerdem sei man bei einem Heizölaustritt gefordert gewesen, so Wimmer in seinem kurzen Abriss über das Einsatzgeschehen.

Der von Hubert Hobmaier geführte Ausbildungsbereich verzeichnete 157 Übungseinheiten. Insbesondere die Einzeleinweisungen der Maschinisten auf beide Fahrzeuge hätten viel Raum eingenommen. Sowohl das Löschgruppenfahrzeug als auch das TSF-Logistik hätten bei zahlreichen Einsätzen bereits wertvolle Dienste geleistet. Die Einführung der Fahrzeuge sei reibungslos verlaufen, die Aktiven hätten sich rasch mit der neuen Technik vertraut gemacht. Fast 60 Übungen entfielen dabei auf die drei Aktivengruppen sowie die Jugendgruppe.

Man könne derzeit auf 24 Atemschutzgeräte- beziehungsweise Chemikalienschutzanzug-Träger, zwölf Gruppen- und zwei Zugführer, 21 Maschinisten sowie eine Gruppe mit der Zusatzqualifikation »Absturzsicherung« zurückgreifen. Der mit der Feuerwehr Traunstein gemeinsam betriebene »Messzug Süd« werde auch im kommenden Jahr weiter fortgeführt.

Jugendwart Thomas Mitterer informierte die Anwesenden über die Jugendarbeit. Trotz mehrerer Übertritte in die aktive Mannschaft habe man die Anzahl von zehn Feuerwehranwärterinnen und -anwärtern stabil halten können. Die Jugendlichen hätten ein umfangreiches Ausbildungsprogramm absolviert, man habe sich an allen überregionalen Veranstaltungen des Kreisfeuerwehrverbands beteiligt. Ein besonderes Highlight sei der landkreisweite Anwerbetag gewesen. Am Kammerer Sportplatz hätten mehr als 100 Zuschauer eine Schauübung verfolgt, bei der überwiegend Jugendliche und junge Aktive ihr Können unter Beweis stellten.

Die Stadt Traunstein war durch den Feuerwehrreferenten Josef Hinterschnaiter vertreten. Er lobte die Kammerer insbesondere für den enormen Einsatz zur Bewältigung der Schneemassen zu Jahresbeginn. »Viele Einsatzkräfte waren tagelang im Einsatz – und dies verdient höchste Anerkennung.«

Kreisbrandinspektor Martin Schupfner, der zusammen mit dem Kreisbrandmeister Stefan Reichelt gekommen war, informierte kurz über einige Themen des Verbands. Insbesondere warb er für die 25-Jahr-Feier des Kreisfeuerwehrverbands in diesem Jahr. Den Abschluss der Versammlung bildete eine Reihe von Ehrungen und Beförderungen, die Schupfner zusammen mit den Kommandanten vornahm. hob

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