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Die DAV-Sektion Traunstein wächst immer weiter

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Die Sektion Traunstein des Deutschen Alpenvereins zeichnete zahlreiche treue Mitglieder aus. Unter anderem ehrten Alfhart Amberger (links) und Hans Gfaller (rechts), der erste und der zweite Vorsitzende, Sepp Buchauer und Herman Schub für 75 Jahre und Elisabeth Julinek (von links) für 70 Jahre Mitgliedschaft. (Foto: Pültz)

Traunstein – Sie wächst und wächst: Die Sektion Traunstein des Deutschen Alpenvereins (DAV) hat im vergangenen Jahr 330  Neuzugänge verbucht. Vorsitzender Alfhart Amberger berichtete dieser Tage in der Jahreshauptversammlung im Brauereiausschank Schnitzlbaumer, dass sie 2018 auf 7085 Mitglieder angewachsen sei. Die Sektion ist der mit Abstand größte Verein in Traunstein. In diesem Jahr feiert sie ihre Gründung vor 150 Jahren. Die Vorstandschaft ehrte in der Versammlung viele treue Mitglieder.


Zweiter Bürgermeister Hans Zillner sagte, dass in Traunstein in über 30 Sportvereinen mehr als 12.000 Bürger aktiv seien. Die DAV-Sektion sei ein »sehr bedeutender Teil« der Vereinslandschaft in der Stadt. Der zweite Bürgermeister würdigte das anhaltende Engagement der Sektion für den Erhalt der Natur in der Bergwelt.

Traunstein gehört zu den ältesten Sektionen. Nach der Gründung des DAV 1869 in München schlug noch im selben Jahr auch die Geburtsstunde der Ortsgruppe im Chiemgau. In der 150. Jahreshauptversammlung warf Amberger einige Streiflichter auf die lange Geschichte der Sektion. Insbesondere erwähnte er in seinem Rückblick auch, dass nach dem Zweiten Weltkrieg Auflösung und Wiedergründung folgten.

Ein Film vertiefte den Rückblick. Unter anderem kam zur Sprache, warum die Sektion seit einiger Zeit so einen Boom erlebt: Nach dem Bau des Kletterturms 1989 in der Daxerau stieg und steigt die Zahl der Mitglieder stark.

Neue Jugendreferentin bringt frischen Wind

Breiten Raum in der Versammlung nahmen die Jahresrückblicke ein. Der Vorsitzende unterstrich in seiner Gesamtschau, dass der Verein »in allen Altersgruppen aktiv« sei. Als eines der nächsten Ziele nannte er unter anderem, ehrenamtliche Mitarbeiter für den Wegebau zu gewinnen.

Wieder im Aufwind ist die Jugendgruppe der Sektion. Den Aufschwung eingeleitet hat Christine Grödner, die neue Jugendreferentin. In der Versammlung berichtete sie, dass sich eine Reihe von jungen Mitgliedern bereit erklärt habe, Verantwortung zu übernehmen und einzelne Gruppen zu betreuen.

Auch im vergangenen Jahr wieder oft unterwegs war die Tourengruppe. Richard Mühlbacher sagte unter anderem, dass einmal mehr Besuche der Neuen Traunsteiner Hütte auf der Reiteralm wie auch die Teilnahme an der Bergmesse der Bergwacht auf dem Unternberg auf dem Jahresprogamm gestanden hättenn. Und er betonte in diesem Zusammenhang, dass die Bergwachtbereitschaft den Alpenverein stets unterstütze – was auch wieder im Rahmen der Veranstaltungen  im Jubiläumsjahr so sei.

Apropos Jubiläum: Die Sektion hat mit dem Feiern bereits angefangen. So berichtete Mühlbacher – er ist Mitglied im Festausschuss –, dass zum Auftakt eine Schneewanderung auf die Winklmoosalm stattgefunden habe. In den nächsten Wochen und Monaten seien viele Aktivitäten und Festivitäten geplant. Als nächsten Termin nannte er den »Tanz in den Mai« am 27. April im Saal des Alpengasthofs auf dem Hochberg. Zu Ende gehe das Programm zum Jubiläum mit einer Lesung von »Geschichten vom Berg«, so der Titel der Veranstaltung, am 9. Dezember – und damit exakt an jenem Tag im Jahr, als Franz von Schilcher mit Gleichgesinnten vor 150 Jahren die Sektion gründete.

Nach einem Rückblick auf die Baumaßnahmen im vergangenen Jahr durch den zweiten Vorsitzenden und Hüttenwart Hans Gfaller (ein eigener Bericht folgt) teilte Pit Weigel mit, dass die Seniorengruppe rund 80 Mitglieder vereine. Im vergangenen Jahren seien 23 Wanderungen mit 590 Teilnehmern auf dem Programm gestanden.

Der Referent für die Kletteranlage, Tom Fröhlich, berichtete, dass die Sektion im vergangenen Jahr viele neue Routen in die Wände geschraubt habe. Aus Sicherheitsgründen habe sie alle »Umlenker« – die Karabiner, die am Ende der Kletterrouten angebracht sind – ausgetauscht.

Franz Mittermaier sagte über die Ausbildung, dass die Sektion in den letzten zwölf Monaten über 30 Kurse angeboten habe. Im Fokus von Einführungen und Fortbildungen standen seinen Angaben zufolge unter anderem das Skitourengehen und die Lawinenkunde im Winter wie das Klettern und das Mountainbikefahren im Sommer. »Die Ausbildung erfolgt in allen Disziplinen«, so Mittermaier. »Das Angebot wird gut angenommen.«

Monika Waldner-Schlenz sagte, dass die Ortsgruppe Traunreut auch im vergangenen Jahr wieder aktiv gewesen sei. Auf großes Interesse sei insbesondere auch der Erste-Hilfe-Kurs für Groß und Klein gestoßen.

Claudia Bork, die Leiterin der Bergwachtbereitschaft Traunstein, erläuterte die Arbeit. Und sie machte kein Hehl daraus, dass die Bergwacht immer Leute sucht, die sich ihr anschließen.

Fritz Petermüller erinnerte an die, wie er sagte »umfangreiche Alpenbibliothek« in der Geschäftsstelle der DAV-Sektion. Sie umfasse mittlerweile 1200 Bände mit vielen Raritäten. Man könne sich die Bücher kostenlos ausleihen.