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Bauherr will dreigeschoßiges Bürogebäude errichten

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Traunstein: Bauherr will dreigeschoßiges Bürogebäude an Falkensteinstraße errichten
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Auf einem Grundstück an der Falkensteinstraße plant ein Bauherr die Errichtung eines Bürogebäudes. (Foto: Pültz)

Traunstein – Ein dreigeschoßiges Bürogebäude an der Falkensteinstraße will ein Bauherr errichten. Die Stadt Traunstein ebnet ihm den Weg: Einstimmig hat der Ausschuss für Planung, Bau und Digitalisierung des Stadtrats die Verwaltung im Rathaus ermächtigt, die Einzelheiten zu klären und dann die Genehmigung zu erteilen. Das Gremium erteilte eine Befreiung von den Festsetzungen im Bebauungsplan und genehmigte dem Antragsteller eine Überschreitung der zulässigen Wandhöhe.


In unmittelbarer Nachbarschaft zum neuerlichen Vorhaben hat der Bauherr vor kurzem ein erstes Projekt verwirklicht: Errichtet hat er einen Großmarkt. Und im nördlich angrenzenden Bereich möchte er nun erneut die Baufahrzeuge auffahren lassen.

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Beantragt hat er – wie Bernhard Glaßl, der Leiter des Baurechtsamts, das Vorhaben im Ausschuss erläuterte – den Neubau eines Geschäftshauses mit einer Tiefgarage und 13 Stellplätzen auf dem Grundstück. Das Haus umfasse drei Vollgeschoße mit begrüntem Flachdach. Das Vorhaben liege im Geltungsbereich des Bebauungsplanes »An der Axdorfer Straße II«. Ob das Vorhaben sämtlichen Festsetzungen entspricht, sei noch abschließend zu klären.

Der Bauträger habe eine Befreiung beantragt, weil er die festgesetzte Wandhöhe überschreite. Laut Bebauungsplan sei bei einem Satteldach eine Wandhöhe von 8,50 Meter und eine Firsthöhe von 14 Metern zulässig, ein Pultdach dürfe eine Firsthöhe von maximal zwölf Metern aufweisen. Glaßl erläuterte, dass der Bauwerber ein Flachdach mit einer Wandhöhe plane, die – gemessen von der Oberkante des welligen Geländes – zwischen 11,25 Metern und 12,60 Metern liegt.

Als Begründung für die Überschreitung habe der Bauherr angeführt, dass er dann zusätzliche Nutzfläche schaffen könne, ohne Flächen zu versiegeln. Der Leiter des Baurechtsamts sagte, dass die Verwaltung im Rathaus eine Befreiung von den Festsetzungen im Bebauungsplan für vertretbar halte.

Laut Eingabeplan liegt das Gebäude teilweise auf den genehmigten Grünflächen für den südlich gelegenen Großmarkt. Aus diesem Grund ist nach Angaben von Glaßl noch nachzuweisen, »wie diese Flächen kompensiert beziehungsweise wo diese anderweitig umgesetzt werden«. Die fehlenden Nachbarunterschriften werde der Bauherr noch nachreichen.

Aufgrund der kurzfristigen Vorlage der Bauantragsunterlagen habe, so Glaßl, noch keine abschließende rechtliche technische Prüfung erfolgen können. Auch liegen seinen Angaben zufolge die Stellungnahmen der Deutschen Bahn, der Immissionsschutzbehörde und der Stadtwerke noch nicht vor.

Im Ausschuss stieß die Planung auf Zustimmung. Thomas Stadler (Bündnis 90/Die Grünen) sagte: Wenn das Dach begrünt und eine Tiefgarage errichtet werde, sei das Vorhaben für die Grünen »tragbar«.

Robert Sattler (SPD) meinte: »Man muss froh sein, wenn jemand etwas macht.« Gleichwohl seien aber »noch viele Details ungeklärt«. Hümmer erläuterte, dass die Verwaltung im Rathaus die Einzelheiten prüfe. Der Ausschuss habe hier und heute allein zu entscheiden, ob er die Bebauung für sinnvoll erachte, ob er die sparsame Nutzung von Raum befürworte und den Antragsteller von den Festsetzungen für die Wandhöhe befreie. Dritter Bürgermeister Sepp Kaiser (UW) sagte, dass der Ausschuss mit einer Zustimmung zum Bauvorhaben »sicher den richtigen Weg« einschlage. Dass etwa die Nachbarunterschriften fehlen, sei kein Kriterium. Schließlich könnten die Anlieger dann immer noch Beschwerden einreichen.