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Auf falsche Polizisten hereingefallen

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Traunstein – Eine 79-jährige Frau aus Aschau im Chiemgau und einen 83 Jahre alten Mann aus Villingen (Baden-Württemberg) schröpften »falsche Polizisten« zusammen mit anderen Tätern im Mai/Juni 2018 um Bargeld, Gold und Schmuck im Wert von über 300 000 Euro.


Eine 45-jährige Deutsche und ihre 26-jährige syrische Freundin aus Baden-Württemberg fungierten jeweils als Abholerinnen. Jetzt wurde das Urteil der Sechsten Strafkammer am Landgericht Traunstein gegen die beiden Frauen rechtskräftig.

Wie Vorsitzender Richter Dr. Jürgen Zenkel auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte, hat der Bundesgerichtshof die Revision der beiden Frauen als unbegründet verworfen.

Die Kammer hatte im Februar wegen Betrugs sowie besonders schweren Betrugs Freiheitsstrafen von viereinhalb beziehungsweise fünf Jahren verhängt.

In Aschau hatte die 79-Jährige nach Dutzenden Anrufen von Bandenmitgliedern mitten in der Nacht 38 000 Euro Bargeld in einem Umschlag über den Balkon geworfen. Statt des angeblichen »Zivilfahnders« der Polizei nahmen die Angeklagten die Beute mit.

Nach dem gleichen Muster verlor der 83-jährige Senior einige Tage später Wertsachen im Wert von fast 278 000 Euro – 14 Goldbarren mit einem Gesamtgewicht von 7,7 Kilogramm, Goldmünzen und den Goldschmuck seiner Frau.

Die Angeklagten räumten in dem Traunsteiner Strafverfahren die Abholaktionen ein, wollten aber keine Ahnung gehabt haben von den kriminellen Hintergründen. Sie profitierten damals mit jeweils mehreren Tausend Euro in bar von der Beute. kd