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Anrufe von falschen Polizisten in Traunstein

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Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Traunstein – Die Polizei Traunstein warnt vor Anrufen vor falschen Polizeibeamten. Am Dienstagmorgen kam es im Stadtgebiet von Traunstein vermehrt zu Anrufen unter dem Deckmantel der bekannten Masche.


Die falschen Polizisten schilderten den Angerufenen, meist ältere Bürger, dass es am frühen Morgen in Traunstein einen Raubüberfall gegeben habe. Die Täter seien festgenommen worden.

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Bei der Festnahme habe man neben Schmuck und Bargeld die Adresse des jeweils Angerufenen gefunden. Im weiteren Verlauf versuchten die Anrufer vergeblich, sich nach Vermögenswerten zu erkundigen.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keinen Raubüberfall gegeben hat. Außerdem teilen die Beamten mit, dass sie sich niemals telefonisch nach Vermögenswerten oder Bargeld erkundigen oder eine Verwahrung von Schmuck oder Bargeld anbieten. Es wird geraten, am Telefon keine vertraulichen Informationen preiszugeben.

Um zu verhindern, dass den Betrügern ihr Werk gelingt, rät die Polizei generell:

  • Echte Polizeibeamte melden sich niemals mit der Rufnummer 110 sondern mit dem Festnetzanschluss der jeweiligen Dienststelle.
  • Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte über persönliche Verhältnisse.
  • Lassen Sie niemanden in Ihr Haus oder Ihre Wohnung, den Sie nicht kennen. Verwenden Sie zur Kontaktaufnahme die Gegensprechanlage oder verwenden Sie die Türsicherungskette oder den Sicherungsbügel.
  • Staatliche Stellen fordern niemals zur Übergabe von Bargeld auf.
  • Brechen Sie Telefonate, bei denen Geldleistungen gefordert werden, sofort ab. Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen/Angebote eingehen werden.

Was bei unbekannten Anrufern immer zu beachten ist:

  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel den Polizeinotruf 110. Haben Sie keine Angst anzurufen: Lieber einmal zu oft den Notruf genutzt, als Opfer der Betrüger zu werden.
  • Lassen Sie sich im Zweifelsfall, auch von Polizisten, immer Dienstausweise zeigen.
  • Falls Verwandte ins Spiel gebracht werden, kontaktieren Sie diese.
  • Setzen Sie Familienangehörige und Nachbarn über diese Masche in Kenntnis.
  • Falls es zu einem Betrug gekommen ist, sind alle Informationen zum Täter besonders wichtig: notieren Sie Aussehen, Kleidung, Sprache, Autokennzeichen, Autofarbe usw.
  • Die Polizei warnt seit Monaten vor zunehmenden Fällen von Trickbetrug. Informieren sie sich im Internet unter www.polizei-beratung.de bzw. www.polizei.bayern.de oder wählen sie im Verdachtsfall unter der Rufnummer "110" sofort den Polizei-Notruf.