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11.000 Temposünder beim Blitzermarathon in Bayern ertappt – die Ergebnisse

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Radarkontrollen und Blitzer in den Landkreisen Traunstein (TS) und Berchtesgadener Land (BGL) beim Blitzermarathon
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Foto: Ronald Wittek/dpa

Landkreise – Fast 11.000 Temposünder gingen der Polizei beim Blitzermarathon von Mittwoch bis Donnerstag in Bayern ins Netz. 945 Raser ertappten die Beamten dabei allein in unserer Region. 186 Kontrollstellen hatten die Beamten im südlichen Oberbayern aufgestellt, mehr als 24.000 Fahrzeuge wurden gemessen.


Vier von zehn Verkehrstoten lassen sich auf überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer zurückführen. Von Mittwoch bis Donnerstag dieser Woche fand deshalb der siebte „24-Stunden-Blitzmarathon“ in ganz Bayern statt. Dabei waren auch zahlreiche Blitzeranlagen in unserer Region im Einsatz.

„Beim Blitzmarathon geht es uns darum, dem Autofahrer ins Bewusstsein zu rufen, welche dramatischen Folgen die Raserei haben kann. Deshalb werden alle Messstellen vorab veröffentlicht. Wir wollen nicht an den Geldbeutel des Autofahrers. Wir wollen dauerhaft dafür sorgen, dass der Fuß vom Gaspedal genommen wird“, erklärt Polizeirat Holger Siegemund, der Leiter für verkehrspolizeiliche Aufgaben im Polizeipräsidium, die Blitzeraktion.

Die Zahlen sprechen für sich: 176, und damit noch immer rund ein Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle, gingen bayernweit 2018 auf Raser zurück (2017: 226). Im südlichen Oberbayern ist die Statistik sogar noch erschreckender: 40 der 99 getöteten Verkehrsteilnehmer verloren 2018 ihr Leben bei Verkehrsunfällen wegen zu schnellen Fahrens.

Im südlichen Oberbayern mussten insgesamt 945 Verkehrsteilnehmer wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit an 186 verschiedenen Messstellen gestoppt werden. Zusätzlich wurden noch 82 weitere Verstöße festgestellt, die ebenfalls geahndet werden.

Zwei Fälle ragen im negativen Sinn besonders heraus: Der „Spitzenreiter“ in Sachen Geschwindigkeit war im Gemeindegebiet von Dietramszell unterwegs. Statt der erlaubten 100 km/h blitzte es bei 146 Stundenkilometern. Den Autofahrer erwarten nun eine Geldbuße von 160 Euro, zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei und ein Fahrverbot von einem Monat. Da der 27-jährige Mann aus dem Landkreis Miesbach außerdem noch betrunken war, werden das Bußgeld und vermutlich auch das Fahrverbot erheblich höher ausfallen.

Im zweiten Fall überholte ein 28-jähriger Motorradfahrer aus Wolfratshausen in der Mittagszeit in einer 30er-Zone direkt vor einer Schule in Bad Tölz ein anderes Fahrzeug. Er war dabei fast doppelt so schnell wie erlaubt unterwegs: 59 km/h. Den Wolfratshausner erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro sowie ein Punkt.

Rund 11.000 Temposünder in Bayern ertappt

10.821 Geschwindigkeitssünder hat die Bayerische Polizei beim Speedmarathon erwischt – trotz Vorankündigung aller Messstellen in den Medien. Spitzenreiter war ein 30‑jähriger Autofahrer, der auf der B300 bei Neusäß in Schwaben mit 160 Stundenkilometern anstatt der erlaubten 70 gemessen wurde. Ihm drohen eine Geldbuße von 1200 Euro, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.  

Die Spitzenreiter in ganz Bayern:

  • Schwaben Nord: auf der B300 bei Neusäß 90 km/h zu schnell
  • Niederbayern: auf der St 2045 bei Landshut 87 km/h zu schnell
  • Mittelfranken: auf der B8 bei Fürth 74 km/h zu schnell
  • Unterfranken: auf der B285 bei Mellrichtstadt 74 km/h zu schnell
  • Oberbayern Nord: auf der St 2580 bei Markt Schwaben 71 km/h zu schnell
  • Oberbayern Süd: auf der St 2072 bei Unterleiten 46 km/h zu schnell
  • Schwaben Süd/West: auf der B308 bei Sigmarszell 63 km/h zu schnell
  • München: auf der Ständlerstraße 60 km/h zu schnell
  • Oberpfalz: auf der St 2660 bei Barbing 58 km/h zu schnell
  • Oberfranken: auf der B173 bei Köditz 53 km/h zu schnell