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Gemeinde Siegsdorf überplant Gelände am Bahnhof

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Siegsdorf: Gemeinde überplant Gelände am Bahnhof
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Das Gelände zwischen der Ruhpoldinger und der Bahnhofstraße in Siegsdorf will die Gemeinde mit einem Bebauungsplan für die Zukunft vorbereiten. Im Bereich des derzeitigen »Bau- und Aushub-Lagers«, das dem Neubau der Ruhpoldinger Straße dient, angrenzend an das Feuerwehr-Gerätehaus, möchte eine Firma bereits in absehbarer Zeit neue Gewerberäume mit bis zu 40 Arbeitsplätzen errichten. (Foto: Krammer)

Siegsdorf – Die Gemeinde überplant den Bereich nördlich des Feuerwehr-Gerätehauses zwischen der Ruhpoldinger Straße im Westen und der Bahnhofstraße im Osten. Für eine künftige Nutzung ist ein Bebauungsplan in Vorbereitung. Im Rahmen der Städtebauförderung wird bereits eine Machbarkeitsstudie zur Innenentwicklung durchgeführt. Beauftragt ist damit das Büro StadtEntwicklungPlanung Jochen Baur in München, das bereits in anderen Bereichen für die Gemeinde gearbeitet hat.


Um Rechtssicherheit über die künftige Bebauung zu bekommen ist allerdings auch die Aufstellung eines Bebauungsplans notwendig. Verschiedene Entwürfe wurden bereits mit den Grundstückseigentümern, dem Planungsbüro und dem Kreisbaumeister besprochen. Auf Basis der derzeitigen Planungsvariante (10a) soll eine Planvorlage entstehen, die dann mit der Bevölkerung diskutiert werden kann und für die Beantragung von städtebaulichen Fördermitteln zur Verfügung steht.

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Der südliche Bereich neben dem Feuerwehrhaus soll vorwiegend gewerblichen Zwecken dienen, eine Firma drängt hier bereits aktuell auf baldige Voraussetzungen für den Bau von Gewerberäumen. Wie Bürgermeister Thomas Kamm im Gemeinderat dazu erklärte, könne der südliche Bereich eventuell gesondert vorangetrieben werden.

Im mittleren Bereich möchte die Gemeinde Raum für Wohnen und Dienstleistung schaffen. Der nördliche, teils mit Altbestand bebaute Teil kann wie bisher genutzt werden, das Ziel ist jedoch, Wohnen und Einzelhandel künftig mit kommunalen und sozialen Zwecken zu verbinden.

Einstimmig fasste der fast vollzählig anwesende Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan »Ruhpoldinger Straße – Ost« für die Grundstücke zwischen Bahnhofstraße und Ruhpoldinger Straße. Mit der Ausarbeitung ist das Planungsbüro Hohmann-Steinert aus Übersee beauftragt.

Argumentation der Stadt »fragwürdig«

Mit einem Schreiben beteiligte die Stadt Traunstein die Gemeinde Siegsdorf an der Änderung des Flächennutzungsplans. Die Stadt plant, im Bereich Seiboldsdorf eine 3,1 Hektar große Wiese künftig als »Sondergebiet für Verwaltungs- und Schulnutzung« sowie in Teilen als Wohngebiet auszuweisen. Dabei beurteilt die Stadt die Wiese als »große Baulücke im Stadtgefüge«, der Eingriff in das Landschaftsbild soll durch entsprechende Festsetzungen minimiert und durch angemessene Gestaltung gemildert werden.

Bürgermeister Kamm bezeichnete die Argumentation der Stadt über eine »Baulücke, die erst mit der Ausweisung eines Gewerbegebiets Richtung Wimpasing geschaffen wurde« als »eher grenzwertig und fragwürdig«. Ebenso konnten er und das Gremium die Auffassung der Stadt nicht teilen, »dass die Planung die vorhandenen Potenziale der Innenentwicklung nutzt«. Mit der Gegenstimme von Josef Bauer (CSU), der eine Nutzung für Bildung und Verwaltung durchaus positiv sah, nahm das Gremium die Planung zur Kenntnis, die kritischen Anmerkungen wurden der Beurteilung beigefügt.

Die Feuerwehr Siegsdorf bekommt im Zuge der Umsetzung des Feuerwehr-Bedarfsplans der Gemeinde einen neuen Verkehrssicherheitsanhänger (VSA). Nach der Sichtung von drei Angeboten entschied man sich für das Fahrzeug der Firma Horizont zum Angebotspreis von rund 20.000 Euro. Die Fertigung wurde beauftragt.

Als Stellvertretende Wahlleiterin zur Kommunalwahl im März 2020 berief der Gemeinderat die Leiterin des Ordnungsamts und Wahlsachbearbeiterin Angelika Kühnhauser. Die versierte Wahl-Organisatorin steht damit nun auch offiziell dem ersten Wahlleiter Geschäftsleiter Hermann Haslinger, zur Seite. FK