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Elfter Coronavirus-Fall in Bayern: Mutter aus Siegsdorf erkrankt

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Siegsdorf/Trostberg: Coronavirus im Landkreis Traunstein: Erkrankte Familie aus Krankenhaus entlassen
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Die mit dem Coronavirus infizierte Siegsdorfer Familie, zwei Eltern und ihre drei Kinder, von denen nur eines von dem Virus verschont blieb, konnten nach einer rund zweiwöchigen Isolation im Trostberger Krankenhaus jenes nun wieder verlassen. Das Foto entstand am 30. Januar, als das BRK die Familie aus Siegsdorf abgeholt hatte. (Foto: FDL/Lamminger)

Siegsdorf – Auch die Mutter der Siegsdorfer Familie ist nun mit dem Coronavirus infiziert. Damit sind jetzt vier Mitglieder der fünfköpfigen Familie positiv auf die neue Lungenkrankheit getestet worden. Zuerst war der Vater erkrankt, dann zwei der drei Kinder, und nun auch die Ehefrau.


Insgesamt elf Coronavirus-Fälle werden heute Nachmittag aus dem Bayerischen Gesundheitsministerium gemeldet, nachdem sich mittlerweile auch die Ehefrau des in der vergangenen Woche erkrankten Mannes aus Siegsdorf angesteckt hat.

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Wie ein Sprecher des Ministeriums in München mitteilte, sind damit vier Personen der Familie mit dem neuartigen Virus aus China erkrankt. Die Kinder sowie ihre Mutter sind nach Angaben der Ärzte symptomfrei. Auch der gesundheitliche Zustand des Vaters ist stabil, allerdings ist er am stärksten betroffen und zeigt Symptome der Krankheit.

Der Mann ist Mitarbeiter des Automobilzulieferers Webasto im Landkreis Starnberg, bei der auch die anderen sieben bislang bekannten Fälle beschäftigt sind.

Während sich die Familie aus Siegsdorf zur Behandlung auf einer Isolierstation im Trostberger Krankenhaus befindet, liegen die anderen sieben Patienten in der Münchner Klinik Schwabing.

Unsere bisherige Berichterstattung:

Weiterführender Bericht:

Deutschlandweit sind es damit 13 Personen, die sich mit dem Virus infiziert haben. Zwei von ihnen wurden positiv auf die Krankheit getestet, nachdem sie am vergangenen Wochenende von China zurück nach Deutschland gekommen sind.

Die vier Erkrankten der Siegsdorfer Familie und weitere sieben Fälle stehen in Verbindung mit der Automobilfirma Webasto in Stockdorf bei Starnberg. Eine Mitarbeiterin aus China, die dort zu Besuch war, hatte den Virus mitgebracht. Dass sie infiziert war, wurde erst bekannt, als sie bereits wieder in China war.

Ein weiterer 26 Jahre alter Patient, der von der spanischen Insel La Gomera zurück in die Republik geholt wurde, und positiv auf den Coronavirus getestet wurde, stammt ebenfalls aus Bayern, wie am heutigen Donnerstag bekannt wurde. Da er Kontakt zu einem Angestellten des Autozulieferers hatte, wurde auch er infiziert.

Bilder vom Rettungseinsatz vergangene Woche in Siegsdorf: