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Coronavirus-Fälle im Landkreis: Erkrankte Siegsdorfer Familie aus Krankenhaus entlassen

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Siegsdorf/Trostberg: Coronavirus im Landkreis Traunstein: Erkrankte Familie aus Krankenhaus entlassen
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Die mit dem Coronavirus infizierte Siegsdorfer Familie, zwei Eltern und ihre drei Kinder, von denen nur eines von dem Virus verschont blieb, konnten nach einer rund zweiwöchigen Isolation im Trostberger Krankenhaus jenes nun wieder verlassen. Das Foto entstand am 30. Januar, als das BRK die Familie aus Siegsdorf abgeholt hatte. (Foto: FDL/Lamminger)

Trostberg/Siegsdorf – Die am Coronavirus erkrankte Siegsdorfer Familie, die die letzten Wochen im Trostberger Krankenhaus isoliert untergebracht war, konnte bereits am Freitag aus der Quarantäne entlassen werden. Das teilte der Pressesprecher der Kliniken Südostbayern AG, Ralf Reuter, am Montag mit. Sie sind geheilt und es geht ihnen gut, so die Meldung der Ärzte.


Nachdem zunächst der Vater am 30. Januar, also vor rund zweieinhalb Wochen, positiv auf die neue Lungenkrankheit aus China getestet worden war, wurde die fünfköpfige Familie noch am Abend vom Roten Kreuz aus Siegsdorf aufgeholt und auf eine isolierte Station in der Kreisklinik Trostberg gebracht. Tags darauf wurde bei einer Pressekonferenz im Gesundheitsamt in Traunstein bekannt, dass sich auch ein zweites der insgesamt drei Kinder, die alle unter fünf Jahre alt sind, mit dem Virus angesteckt hatte. Wenige Tage später wurden auch ein zweites Kind und die Mutter positiv getestet.

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Wie die Pressestelle der Kliniken mitteilt, hat die Familie das Krankenhaus bereits am vergangenen Freitag verlassen. Nachdem in vielen Kontrolluntersuchungen anhand der Vorgaben des Robert-Koch-Institutes »kein Virus mehr nachgewiesen werden konnte«, stand einer Entlassung nichts mehr im Wege.

»Allen Familienmitgliedern geht es gesundheitlich bereits seit einigen Tagen gut«, so Pressesprecher Ralf Reuter. Allerdings seien insbesondere die Kinder »durch die Quarantänesituation psychisch stark belastet gewesen.«

Daher bitten die Verantwortlichen nun – auch auf ausdrücklichen Wunsch der Familie, wie es weiter heißt –, die Privatsphäre der Familie zu bewahren. Diese muss »sich nunmehr von den außerordentlichen Belastungen der letzten Woche erholen.«

Mit »großem Engagement« konnte ein Team aus Ärzten, Pflegern und Hygiene-Mitarbeitern die »professionelle Patientenversorgung unter herausfordernden Isolationsbedingungen« gewährleisten, wie es weiter vonseiten des Klinikums heißt. Gleichzeitig konnte der weitere laufende Klinikbetrieb »ungestört und ohne Beeinträchtigungen« laufen.

Wie das Bayerische Gesundheitsministerium mitteilt, konnten neben den vier Infektionsfällen, die am Freitag aus dem Klinikum Trostberg entlassen wurden, mittlerweile auch drei Personen die Münchner Klinik Schwabing verlassen. Des Weiteren wurden bis zum Montagmittag keine neuen Coronavirus-Fälle in Bayern bekannt. Damit bleibt es bei insgesamt 14 bestätigten Erkrankungen im Freistaat.

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red/fb