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A8-Ausbau auf sechs Spuren zwischen Chiemsee und Grenze endgültig befürwortet

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Sechsspuriger Ausbau der A8 am Chiemsee von Rechnungsprüfungsausschuss befürwortet
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Auch der Rechnungsprüfungsausschuss befürwortet nach endgültiger Prüfung den sechsstreifigen Ausbau der A8 plus Standstreifen zwischen dem Chiemsee und der österreichischen Grenze. (Foto: Jan Woitas/dpa)

Landkreise – Die A8 soll zwischen dem Chiemsee und der Landesgrenze sechsspurig ausgebaut werden. Der Rechnungsprüfungsausschuss des Deutschen Bundestags befürwortet den Ausbau – trotz der Bedenken, die in den vergangenen Monaten geäußert wurden.


„Das ist ein guter Tag für unsere Region“, so die Rosenheimer Wahlkreisabgeordnete und verkehrspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Daniela Ludwig, zur am Freitagmorgen gefällten, positiven Entscheidung des Ausschusses am Rechnungsprüfungshof.

Auch Klaus Steiner, der Traunsteiner Stimmkreisabgeordnete, zeigt sich hoch erfreut über die heutige Entscheidung: Man habe im Sinne der Menschen in der Region entschieden. „Der Ausbau der Autobahn 8 ist dringend notwendig. Beim Feuerwehrfest in Übersee letztes Wochenende ist mir wieder bewusst geworden, wie dringend und notwendig ein Ausbau ist. Die Feuerwehren an der Autobahn sind massiven Gefahren ausgesetzt, wenn sie ohne Standspur retten und bergen müssen“, so Steiner.

Laut derzeitigem Stand sollen damit staat den vier bestehenden Spuren insgesamt sechs Fahrstreifen (drei in jede Richtung) sowie zusätzlich je ein Standstreifen erbaut werden. Dabei handelt es sich um die ursprünglich vom Bundesverkehrsministerium geforderte „6+2-Variante“.

Steiner begrüßt Entscheidung

In den vergangenen Monaten hatte der Rechnungsprüfungsausschuss Bedenken gegen die Wirtschaftlichkeit des A8-Ausbaus im Bereich des Chiemsees erhoben. Die Bedenken seien ausgeräumt worden, sagte Landtagsabgeordneter Steiner, der die neuerliche Entscheidung des Ausschusses „ausdrücklich begrüßt“.

Der Ausbau einer der ältesten Autobahnen in Deutschland sei – nicht nur laut Meinung von Steiner – „dringend notwendig“. Die Planung der einzelnen Abschnitte sei unterschiedlich weit fortgeschritten. „Das Bundesverkehrsministerium hat dem Rechnungsprüfungsausschuss bereits im Dezember 2018 und im Februar 2019 weitere Unterlagen, darunter unter anderem eine aktualisierte Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, zur Verfügung gestellt“, so Steiner.

Die bayerische Straßenbauverwaltung habe den A8-Abschnitt vom Chiemsee bis zur Bundesgrenze in mehrere Abschnitte unterteilt. Die Planung sei derzeit allerdings unterschiedlich weit fortgeschritten.

Den Ausbau der A8 „mit lediglich einem zuschaltbaren Standstreifen“ – wie ihn etwa die Grünen fordern – wäre laut Steiner ein „Schildbürgerstreich“. Dieser Standstreifen müsste wieder die volle Breite der übrigen Fahrspuren aufweisen, der dann aber im Fall der Zuschaltung nicht als Pannenstreifen zur Verfügung stehe. Die Folgen sei eine große Gefahr für die Rettungskräfte und lange Staus bei Verkehrsunfällen oder liegengebliebenen Fahrzeugen. „Wir brauchen eine dritte Fahrspur und einen Standstreifen, der vollständig als Pannenstreifen zur Verfügung steht“, so Steiner.

Daniela Ludwig ebenfalls erfreut

Auch die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig zeigt sich hoch erfreut: „Die Entscheidung für den sechsstreifigen Ausbau vom Chiemsee bis zur Landesgrenze ist die einzig vernünftige und sie war längst überfällig. Das ist ein guter Tag für unsere Region.“

Der Ausbau der A8 bedeute freie und sichere Fahrt auf der stark frequentierten Autobahn. Dies sei nicht nur ein gutes Signal für unsere Pendler, Touristen und Transitverkehre, es bedeute auch eine Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der Strecke.

„Unsere fachlichen Argumente haben überzeugt. Die umfangreiche Wirtschaftlichkeitsberechnung hat klar untermauert, dass wir einen Ausbau dringend brauchen.“ Die Verkehrsbelastung auf der A8 werde noch weiter zunehmen und deshalb dürfe es auch keinerlei Abstriche beim Lärmschutz zulasten der dort lebenden Anwohner geben. „Das haben wir immer gefordert und dafür stehe ich nach wie vor“, so Ludwig.

Neben einer Verbesserung der Verkehrssicherheit verhindere der Ausbau zudem Staus und beuge unnötigen Verkehrsbehinderungen und Unfällen vor, wie sie derzeit leider alltäglich vorkommen. „Jetzt gilt es, möglichst schnell in die Umsetzung einzusteigen, denn gewartet haben wir viel zu lange.“