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Doch Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein

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Eine Absage der Abiturprüfungen wird es nun möglicherweise in Schleswig-Holsten doch nicht geben. Foto: Julian Stratenschulte/dpa Foto: dpa

Mit ihren Plänen hatte sie ihre Kollegen in den Ländern verprellt. Nun rudert die Kieler Bildungsministerin Prien zurück.


Kiel/Berlin (dpa) - Schleswig-Holstein wird wegen der Corona-Epidemie nun doch nicht die Abiturprüfungen wegfallen lassen.

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Die Abiturprüfungen würden wie geplant ab dem 21. April in Schleswig-Holstein stattfinden, teilte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Mittwoch in Kiel nach Schaltkonferenzen der Kultusministerkonferenz und der Landesregierung mit. »Wir haben beschlossen, das Abitur regulär stattfinden zu lassen.«

Noch am Vortag hatte Prien angekündigt, Schleswig-Holstein würde als erstes Bundesland wegen der Corona-Epidemie in diesem Schuljahr auf die Abiturprüfungen und auch alle anderen Schulabschlussprüfungen verzichten. Die Schüler hätten Abschlusszeugnisse auf Basis ihrer bisherigen Noten erhalten sollen.

Nun verwies Prien auf die Ergebnisse der Kultusministerkonferenz und betonte: »Für die Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein und in ganz Deutschland konnten wir durch diesen Beschluss der KMK heute endlich die Klarheit schaffen, die sie brauchen um sich gut auf ihre Prüfungen vorzubereiten.«

Wie die Kultusministerkonferenz (KMK) nach dem Gespräch mitteilt hatte, vereinbarten die Länder, dass »zum heutigen Zeitpunkt« eine Absage von Prüfungen nicht notwendig sei. Über das weitere Vorgehen würden sich die Bundesländer eng in der Ministerkonferenz abstimmen. Für Schleswig-Holsteins Absage-Vorhaben soll es nach Angaben aus Teilnehmerkreisen der Schaltkonferenz deutliche Kritik von fast allen Ländern gegeben haben.