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»Hier ist auch eine Art Tötungslust zu spüren«

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Traunstein: Trend zur Wilderei im Landkreis? Bayerischer Jagdverband: »Tötungslust zu spüren«
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Josef Freutsmiedl, Vorsitzender der Kreisgruppe Traunstein im Bayerischen Jagdverband: »Jagdgenossen, Jagdpächter und Jäger müssen Augen und Ohren offen halten.«

Meistens in der Nacht schleichen sie in den Wald. Ausgerüstet sind sie in der Regel mit guten Waffen, Nachtsichtgeräten und Schalldämpfern. Und dann erlegen sie die Tiere, die sie aufspüren. Auch im Landkreis Traunstein gehen die Wilderer um.


Das illegale Treiben habe sich »in der jüngsten Vergangenheit verstärkt«, erläutert Josef Freutsmiedl, der Vorsitzende der Kreisgruppe Traunstein im Bayerischen Jagdverband, seine Einschätzung im Interview mit dem Traunsteiner Tagblatt.

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Ende Oktober ist es wieder passiert. In Fridolfing hinterließ ein Wilderer seine Spuren. Er erschoss zwei Rehe, nahm sie aber nicht mit. Ein Jäger entdeckte die toten Tiere auf einem Feld. Können Sie sich darauf einen Reim machen?

Diese Wilderei in Fridolfing erfolgte zur Nachtzeit, der oder die Wilderer sind eventuell bei der Bergung der erlegten Rehe gestört worden und haben die Rehe dann zurückgelassen, um nicht entdeckt zu werden. Allerdings gibt es auch andere Motive, manche Wilderer töten einfach nur Tiere und lassen sie dann liegen. Nach Informationen der zuständigen Jäger kommt es in diesem Bereich immer wieder zu auffälligen Wahrnehmungen mit Wildereivergehen. Für mich bemerkenswert: Die Wilderei erfolgte unweit der Transitstrecke Bundesstraße 20.

Wie handeln Wilderer im Landkreis Traunstein in der Regel? Wann und wo gehen sie bevorzugt auf ihre illegalen Touren, was machen sie mit den erlegten Tieren?

Es gibt sicherlich verschiedene oder eine unterschiedliche Vorgehensweise, vielfach sind die Wilderer zur Nachtzeit mit Fahrzeugen beziehungsweise unauffälligen Autos unterwegs. Die Wilderer sind grundsätzlich mit sehr guten Waffen, Nachtsichtgeräten und Schalldämpfern ausgerüstet.

Das vollständige Interview, in dem auch die Themen der frei laufenden und reißenden Hunde und die Dunkelziffer aufgegriffen werden, lesen Sie in der Dienstagsausgabe (14. Januar) des Traunsteiner Tagblatts.

Gernot Pültz