Lokalnachrichten

Anspruchsvolle Blasmusik brillant gespielt

Marquartstein – Jedes Jahr ist das große Josefikonzert der Musikkapelle Marquartstein ein Höhepunkt im kulturellen Leben der Gemeinde. Heuer kamen besonders viele Besucher in die riesige, mit Teppich und Blumenschmuck ausgestattete Turnhalle der Achental-Realschule.

  • Beim Josefikonzert erhielten (von links)  Dirigent Rupert Kamhuber,  Martina Hammerl  und  Doris Noichl  vom Musikvorsitzenden Michael Oberressl das Verdienstabzeichen in Silber beziehungsweise Gold des Musikbunds Ober- und Niederbayern. (Foto: Giesen)

Besondere Gäste waren eine Abordnung der Musikkapelle St. Andrä, Marquartsteins Partnergemeinde in Südtirol.

Mitreißende Spielfreude und bereits hohes technisches Können auf ihren Instrumenten zeigte zu Anfang die Jugendkapelle Marquartstein, der knapp 20 Kinder angehören. Unter der Leitung von Rupert Kamhuber spielten sie vier gut geprobte Stücke, darunter den Song »My heart will go on« aus dem Film Titanic oder ein Medley aus Songs der Beatles. Die jungen Spieler, von denen fünf neu bei der Jugendkapelle sind, spielten hoch motiviert und mit Begeisterung.

Musikvorstand Michael Oberressl und Rupert Kamhuber freuten sich, vier jungen Musikern Leistungsabzeichen zu überreichen. Die Stimmgabel in Bronze und eine Urkunde erhielten Elisabeth Egger und Philomena Steffl, beide Klarinette, die silberne Stimmgabel Andrea Fembacher, Querflöte, und Luisa Halder, Klarinette. Eine große Überraschung für die Geehrten war die Auszeichnung des Musikbundes Ober- und Niederbayern. Das Verdienstabzeichen in Gold überreichte Musikvorstand Michael Oberressl an Doris Noichl, die seit 40 Jahren aktive Klarinettistin in der Musikkapelle Marquartstein ist. Das Verdienstabzeichen in Silber bekamen Martina Hammerl für 15 Jahre ehrenamtlicher Arbeit und Rupert Kamhuber, der 15 Jahre Dirigent bei der Musikkapelle ist, erst für die Erwachsenen, dann für die Jugendkapelle.

Im Hauptteil des Konzerts wurde die Musikkapelle Marquartstein ihrem Ehrgeiz, auch anspruchsvolle Blasmusik zu bieten, in vollem Umfang gerecht. Der Schwerpunkt lag heuer auf Musik russischer Komponisten. Unter Leitung von Konrad Müller begann das Konzert mit dem eindrucksvollen »Coronation March« von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840 bis 1893), der ihn zur Krönung von Zar Alexander III. komponiert hatte. Es folgte die romantische Weise »Sleeping Beauty« aus dem Ballett »Dornröschen«, die Tschaikowsky selbst für eines seiner besten Stücke gehalten hatte.

Musikalischer Schwerpunkt: Russische Komponisten

Dirigent Konrad Müller oder die Tenorhornistin Caroline Egger am Mikrofon gaben dazwischen interessante, biografische Erläuterungen zu den Komponisten, manchmal gewürzt mit philosophischen Überlegungen. Im durchwegs abwechslungsreich gestalteten Programm erklangen dann zwei Stücke von Alexander Glasunow (1865 bis 1936), der in seiner Musik nationalrussische Einflüsse mit Stilelementen Tschaikowskys verbindet. Deutlich wurde das bei seiner Festmusik »Cortege Solonnel«. Souverän gespielt folgten neben weiteren Stücken von Tschaikowsky die flotte »Troika« von Sergej Prokofjew, bei der die Zuhörer das Pferdegetrappel und Kutschengeläut in verschneiter russischer Landschaft zu hören glaubten.

In der Pause verkauften junge Helfer 800 bunte Ostereier an die Besucher. Sie waren mit Nummern versehen für die Tombola, bei der am Ende des Konzerts, von einer kleinen »Glücksfee« gezogen, 80 schöne, von Geschäftsleuten gespendete Preise an die glücklichen Gewinner übergeben wurden.

Ihr breites Repertoire stellte die Musikkapelle auch im zweiten Teil des Konzerts unter Beweis, das mit dem schwungvollen »Brandenburger Präsentiermarsch« von Alfred Pechau eröffnet wurde. Von dem tschechischen Komponisten Josef Poncar mit der »Zanynca-Polka« ging es über einen mitreißenden »Salut an St. Petersburg« des Dänen Hans Christian Lumbye und der Polka »Neue Wege« von Martin Scharnagel zu dem wunderschönen Konzertwalzer »Vom Donauufer« von Julius Fucik.

In Hochstimmung versetzte das Publikum die feurig gespielte »Musikanten-Polka« von Antonin Zvacek. Langer Applaus folgte auch dem eigentlich letzten Stück des Abends »Them Basses« von Getty Herschel Huffine, ein swingender Marsch, bei dem die Bässe die Melodie spielen. Selbstverständlich durften zwei Zugaben nicht fehlen, darunter die beliebte Amboss- Polka von Albert Parlow. Die vielen tollen Preise der Tombola rundeten den gelungenen Abend fröhlich ab. gi

Quelle: Traunsteiner Tagblatt

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