Sport aus der Region (BGL)

Mit taktischer Disziplin zum Erfolg

Ein begeisterndes Spiel zeigten die Schönauer Fußballer am ersten Spieltag der Frühjahrsrunde beim Tabellenführer TSV Teisendorf. Nach einem verhaltenen Beginn steigerten sich die Schönauer und legten im zweiten Abschnitt zwei Tore vor. Nachdem sie jedoch die große Chance zum dritten Treffer nicht genutzt hatten, gerieten sie in der Schlussphase noch einmal in Gefahr, retteten sich aber verdient über die Zeit. Durch den 2:1-Erfolg verkürzte die SG Schönau den Rückstand auf Teisendorf auf zwei Punkte und hat nun alle Möglichkeiten, den Meistertitel zu holen.

  • Teisendorfs Torhüter Franz Schwangler erwies sich wieder einmal als großer Rückhalt seines Teams. (Foto: Wechslinger)

Nach einem ausgewogenen Beginn im Spitzenspiel der Kreisliga am ersten Spieltag der Rückrunde kam Teisendorf zu zwei guten Möglichkeiten, welche die Gastgeber jedoch versiebt haben. Die Teisendorfer hatten lange Zeit mehr vom Spiel, konnten aber die gut stehende Schönauer Abwehr nicht überwinden. Die Schönauer lauerten dagegen auf Konter, die jedoch zunächst nichts eingebracht haben. Großes Pech für die Gäste war die Verletzung von Stefan Hasenknopf bereits in der fünften Spielminute. Als souverän auf dem Platz erwies sich zunächst Schiedsrichter Maximilian Nakladal vom TSV Ampfing, der jedoch im Lauf der Zeit immer mehr eigenartige Entscheidungen traf. In einem von beiden Seiten recht fair geführten Spiel neun Gelbe und zwei Gelb-Rote Karten zu zücken, spricht nicht unbedingt für einen Unparteiischen.

Die Teisendorfer Akteure wirkten stark, konnten dies aber nicht in Tore umsetzen. Und so erarbeiteten sich die Schönauer ab Mitte der ersten Halbzeit Vorteile, die jedoch zunächst nichts Zählbares eingebracht haben. Nach gut 30 Minuten kam Korbinian Burger zu einer Riesenchance, die er jedoch vergeben hat. Auf der anderen Seite half Schönaus Keeper Christian Thurner in höchster Not. Mit Fortdauer der Begegnung wurde erkennbar, dass die Teisendorfer ein frühes Tor suchten und nach Misserfolgen immer mehr mit ihrem Schicksal haderten. Kurz vor der Halbzeit zirkelte Stefan Weinbuch einen Freistoß auf Markus Lochner, der jedoch keine Torjägerqualitäten zeigte. Auch einen weiteren Schönauer Freistoß erwischte der gute Teisendorfer Keeper Franz Schwangler gerade noch. Teisensdorfs Torversuche gingen entweder weit über den Kasten oder daneben.

Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit kam Markus Aicher zu einer Riesenchance, die der Teisendorfer jedoch kläglich vergeben hat. Besser machten es die Schönauer, die in der 50. Minute nach einem klassischen Konter durch Sebastian Wessels in Führung gegangen sind. Nur vier Minuten später setzte sich der pfeilschnelle Wessels über die linke Seite durch und flankte punktgenau. Der großartig aufspielende Stefan Weinbuch brauchte den Ball nur noch einzuschieben.

In der Folge hätten die Schönauer den Sack zumachen können, weil Wessels, Hölzl und Weinbuch zu weiteren Chancen gekommen sind. Doch die Möglichkeiten wurden vergeben. Teisendorf machte nämlich seine Abwehr auf, was Schönau beste Konterchancen ermöglicht hat. Anstatt einem Teisendorfer die berechtigte Rote Karte nach einem Foul an Wessels zu zeigen, ließ der Unparteiische das Spiel weiterlaufen. Daraus entwickelte sich in der 68. Minute der glückliche Anschlusstreffer des TSV Teisendorf durch Manfred Reiter. Jetzt wurde die Begegnung zum offenen Schlagabtausch, bei dem sowohl die Schönauer als auch die Teisendorfer gute Chancen vorfanden. Bei einem Vorstoß der Platzherren musste Schlussmann Thurner in höchster Not mit dem Kopf klären. Auch in der Nachspielzeit hatte Teisendorf noch eine Riesenchance zum Ausgleichstreffer, der jedoch unverdient gewesen wäre. Natürlich zeigten sich Abteilungsleiter Alfons Aschauer und Trainer Thomas Meißner mit ihrer Mannschaft hoch zufrieden.

SG Schönau: Christian Thurner; Stefan Hasenknopf (ab 5. Andreas Angerer), Lukas Laue, Lukas Klaus, Daniel Widl, Stefan Weinbuch, Anton Hölzl, Korbinian Burger, Markus Lochner (84. Jörn Herdecke), Daniel Maier, Sebastian Wessels (ab 90. Sebastian Rabenbauer). Christian Wechslinger

Quelle: Berchtesgadener Anzeiger

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