Lokalnachrichten

Einheimische Gewerbebetriebe wollen erweitern

Teisendorf – Wenngleich es bis zur Verwirklichung des neuen Gewerbegebiets Amersberg noch etwas dauert, so fasste der Bau- und Umweltausschuss Teisendorf dennoch einige Beschlüsse zur Gewerbeförderung im Kleinen.

  • Im Gewerbegebiet Surmühl kann der Etikettiertechnik-Betrieb »Starcode« seinen Betrieb nun um ein Bürogebäude plus einen Verbindungsbau zur Halle erweitern. (Foto: Mergenthal)

Den Bauantrag der Lasertechnik-Firma Hocheder L Tech, die an der Industriestraße in Teisendorf ihre Werkhalle erweitern möchte, billigte der Ausschuss einstimmig. Bauamtsleiter Theo Steinbacher verwies darauf, dass der Ausschuss bei einem ähnlichen Antrag der Firma Mafo auch zugestimmt hatte. Zweiter Bürgermeister Norbert Schader nannte es sinnvoll, es zu unterstützen, wenn ein einheimischer Gewerbebetrieb erweitern möchte; dies zeige, dass es dem Betrieb gut geht.

Das im Gewerbegebiet Surmühl ansässige, auf Etikettiertechnik spezialisierte Unternehmen »Starcode«, möchte seine Produktionsfläche ebenfalls erweitern. Es beantragte hierzu die Änderung des Bebauungsplans. Die Baugrenzen sollen nach Norden geändert und das Baufenster soll vergrößert werden. Die privaten Grünflächen innerhalb der beiden im Plan enthaltenen Grundstücke sollen verlagert werden. Die Stellplätze sollen neu angeordnet und eine zweite Zufahrt zum Grundstück im Norden geschaffen werden. Laut Steinbacher sind eine Erweiterung um ein Bürogebäude und ein Verbindungsbau zwischen Halle und Bürogebäude geplant. Für diesen Verbindungsbau soll als Ausgleich für die verkleinerten, privaten Grünflächen ein begrüntes Flachdach zugelassen werden.

Die Änderung wird im beschleunigten Verfahren ohne Umweltprüfung durchgeführt. Mit der Planung wird Architekt Wolfgang Soier aus Traunstein beauftragt. Ohne Gegenstimme erteilte der Ausschuss sein Einverständnis.

Den Satzungsbeschluss fasste der Ausschuss einstimmig für die zweite Änderung des Bebauungsplans »Gewerbegebiet Warisloh«. Der Plan war nach den vorgeschriebenen Auslegungen und Abwägungen nochmal hinsichtlich der Stellungnahme der Immissionsschutzbehörde überarbeitet und erneut öffentlich ausgelegt worden. Auch die »Träger öffentlicher Belange« waren nochmal beteiligt worden.

Nun hatte der Immissionsschutz im Landratsamt keine Einwendungen mehr; von Bürgern waren keine Stellungnahmen eingegangen. In der Satzung für das erweiterte Gewerbegebiet ist unter anderem festgelegt, dass die Immissionen von angrenzenden, landwirtschaftlich genutzten Flächen, insbesondere durch Geruch, Lärm, Staub und Erschütterung, zu dulden sind, auch wenn sie über das übliche Maß hinaus gehen, zum Beispiel aufgrund der Witterung an Sonn- und Feiertagen oder nachts auftreten.

Auf dem Planungsgebiet sind nur Vorhaben zulässig, deren Geräuschimmissionen – inklusive des Fahrverkehrs – die festgesetzten Emissionskontingente von 65 Dezibel pro Quadratmeter untertags von 6 bis 22 Uhr sowie 50 Dezibel nachts nicht überschreiten.

Ein aufwändiges Verfahren ist die erste Änderung des Bebauungsplans Unterstetten. Dadurch soll unter anderem für eine in Unterstetten ansässige Firma die Errichtung einer weiteren Unterstellmöglichkeit für Baumaschinen und -geräte sowie für die bestehende Tierklinik der Bau einer Pferdestallung im Bereich der Pferdekoppel ermöglicht werden. Der Geltungsbereich der Bebauungsplanänderung hat eine Fläche von etwa einem Hektar und ist im Flächennutzungsplan als eingeschränktes Gewerbegebiet, Sondergebiet »Tierzucht und Tiergesundheit« sowie allgemeines Wohngebiet dargestellt.

Nach Abarbeitung der Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange muss die Planung nochmal überarbeitet werden und der Plan für weitere 14 Tage ausgelegt werden; innerhalb dieser Frist können erneut Stellungnahmen eingehen. Der Beschluss dafür erfolgte einstimmig; nur Markus Putzhammer enthielt sich aufgrund persönlicher Betroffenheit der Stimme.

Unter anderem hatte der Fachbereich »Planen, Bauen, Wohnen« im Landratsamt eine hinreichende, städtebauliche Rechtfertigung der seiner Ansicht nach »drei grundstücksbezogenen Einzelfalländerungen« vermisst. Die städtebauliche Begründung, die laut Steinbacher in der Förderung der einheimischen Wirtschaft liegt, wird vom Rathaus ergänzt und überarbeitet. Gegenüber der Regierung von Oberbayern hatte der Markt Teisendorf klargestellt, dass eine »Entstehung von unzulässigen Einzelhandelsagglomerationen im Geltungsbereich nicht möglich« sei. vm

Quelle: Traunsteiner Tagblatt

Artikel bewerten
0.0
0,0 (0 Stimmen)
Anzeige
Finde uns in facebook
Unsere Bilder des Tages
Stichwahl
• 13 Fotos
Anzeige